Zwei Ausgaben für mein HIMBEERgrün Erstes NOZ-Sommercamp für Nachwuchsjournalisten ein Erfolg

Von Henning Hünerbein

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henh Dissen/Osnabrück. Wie führe ich ein Interview? Welche Darstellungsform verwende ich bei welchem Thema. Wie mache ich gute Fotos und Videos? Im Sommercamp der Neuen Osnabrücker Zeitung waren 13 Jugendliche als Nachwuchsjournalisten unterwegs und haben sich mit den Themen Wasser und Bionik auseinandergesetzt. Die Texte erscheinen im Umweltmagazin „mein HIMBEERgrün“.

Erstmals hat die Neue Osnabrücker Zeitung ein Schreib-Sommercamp für Jugendliche veranstaltet. Vier Tage haben die Schüler sich mit dem Thema Journalismus beschäftigt. Dabei haben sie gelernt, wie man einen Artikel schreibt, Fotos macht, Videos produziert und schneidet. „Bisher hat unsere Schreibwerkstatt immer an einem Tag stattgefunden. Wir haben gemerkt, dass ein Tag einfach zu knapp ist, um zu recherchieren, Interviews zu führen und zu schreiben. Deswegen haben wir es dieses Mal ausgeweitet“, sagt Kathrin Pohlmann, Projektleiterin von „mein HIMBEERgrün“.

13 Schüler aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück haben an dem Camp teilgenommen, das an der Noller Schlucht stattfand.

Themen waren Wasser und Bionik

„Da wir uns in unserem Magazin mit der Umwelt beschäftigen, haben wir uns für den Lernstandort Noller Schlucht in Dissen entschieden, der am Waldrand liegt. Zudem können wir mit den Experten zu den Themen direkt vor Ort sprechen“, sagt Nina Strakeljahn, Redakteurin der NOZ und des Umweltmagazins. Die Themen Wasser und Bionik standen dabei im Vordergrund der Recherche.

Woher kommt der Klettverschluss?

Im Noller Bach suchten die Jugendlichen nach verschiedenen Tieren, um die Qualität des Gewässers zu untersuchen. Sie erfuhren, dass im Bach sogar seltene Edelkrebse leben. Förster Wolfgang Meyer erklärte, warum Fichten an einer Böschung abgeholzt werden. Ihre Erfahrungen mit der Natur setzten die Jungen und Mädchen später kreativ beim Drucken um. Dem Thema Bionik näherten sie sich mit verschiedenen Experimenten. Klettfrüchte zeigten ihnen, woher der Klettverschluss stammt und anhand von Flugfrüchten bastelten sie eigene Modelle. Mithilfe der Experten und des erarbeiteten Wissens verfassten die Schüler die journalistischen Texte. Dabei entstanden unter anderem Berichte, Features, Interviews und Kommentare. Diese werden in „mein HIMBEERgrün“ veröffentlicht. Darüber hinaus sind Bilderstrecken und Videos der vier Tage entstanden.

Was die Natur alles kann

„Ich finde es bewundernswert, was die Natur alles kann und wir Menschen vieles abgucken, um diese Faszinationen dann selber für uns umsetzen“, erzählt die 17-jährige Lea Maaske begeistert. „Wir haben viel über die journalistischen Grundlagen gelernt und dann interessante Artikel über die Natur geschrieben“, sagt der 14-jährige Jonas Jädtke.

Professionelle Begleitung

Begleitet wurden die Jugendlichen von den Biologen Josef Gebbe und Monika Schotemeier vom Lernstandort, sowie von den beiden Redakteurinnen der Neuen Osnabrücker Zeitung. Einen Einblick in die Fotografie gab David Ebener von der NOZ. Erste Schritte einer Filmproduktion vermittelte Anna Eberding.

„Es hat Spaß gemacht, die Schüler zu begleiten und zu beobachten, wie sie sich zunächst mit noch unbekannten Themen auseinandergesetzt haben und daraus sehr gute journalistische Texte entwickelt haben“, sagt Nina Strakeljahn. Aus den Artikeln der Teilnehmer sollen nach den Sommerferien zwei Magazine entstehen. „Die vier Tage haben sich gelohnt, denn die Zusammenarbeit hat gut funktioniert. Wir werden das bestimmt noch einmal wiederholen“, betont Pohlmann.


Das Umweltmagazin „mein HIMBEERgrün“ ist ein Projekt von NOZ Medien „von Schülern für Schüler“. Es wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Erscheinen werden die erarbeiteten Ausgaben nach den Sommerfreien und im Herbst. Infos zum Projekt im Internet unter meinhimbeergruen.noz.de.

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