Neue Stationen in und um Osnabrück Initiativen fordern mehr Tempo bei OS-Bahn-Projekten

Von Sebastian Stricker

Initiativen-Vertreter fordern die Beschleunigung der OS-Bahn-Projekte. Das Bild zeigt (von links) Heinz Müller, Klaus Haasis, Elisabeth Kost, Utz Fabian, Axel Wiesehahn, Karl-Heinz Bösemann, Franz Kahlert, Lennart Bruns, Georg Ostendorf und Karl-Heinz Bittner. Foto: Johannes BarteltInitiativen-Vertreter fordern die Beschleunigung der OS-Bahn-Projekte. Das Bild zeigt (von links) Heinz Müller, Klaus Haasis, Elisabeth Kost, Utz Fabian, Axel Wiesehahn, Karl-Heinz Bösemann, Franz Kahlert, Lennart Bruns, Georg Ostendorf und Karl-Heinz Bittner. Foto: Johannes Bartelt

Osnabrück. Nahverkehrsinitiativen aus der Region Osnabrück drängen auf eine schnellere Umsetzung von Projekten aus dem OS-Bahn-Konzept 2025. Kurz vor einem wichtigen Treffen mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr (Planos) listen sie auf, wie es aus ihrer Sicht bei fünf großen Vorhaben jetzt weitergehen muss.

Der aktuelle Forderungskatalog der Initiativen betrifft die Einrichtung von Bahnhalten in Alfhausen, Vehrte und am Osnabrücker Rosenplatz, außerdem die Wiederbelebung der Tecklenburger Nordbahn und den 30-Minuten-Takt auf der gesamten Haller-Willem-Strecke. Am 30. Juni wolle die Planos ihnen über den Sachstand und das weitere Vorgehen zur Realisierung berichten, heißt es in einer Mitteilung. Am Prozess beteiligt sind die Initiative Haller Willem, die Initiative zur Reaktivierung des Bahnhalts Alfhausen, die Initiative „Ein guter Zug für Vehrte und Ostercappeln“ sowie die Bürgerinitiative Tecklenburger Nordbahn. (Weiterlesen: OS-Bahn-Konzept 2025: Mehr Züge, mehr Stationen)

Standortfragen klären

Was die geplante Bahnstation am Rosenplatz in Osnabrück angeht, müsse eine Begleitvereinbarung mit der Deutschen Bahn (DB) zum Abschluss gebracht werden, fordern die Initiativen. Dabei gelte es, die Erreichbarkeit von Iburger Straße und Sutthauser Straße sicherzustellen und einen schnellen Fußweg zur Berufsschule Brinkstraße zu planen.

Beim Thema „Bahnhalt Alfhausen“ müsse der für diesen Sommer angekündigte Masterplan vor allem den Standort, die Anordnung des Bahnsteigs und die Integration in den Fahrplan klären. Dazu müsse die Zweigleisigkeit im südoldenburgischen Höltinghausen vorangebracht werden.

Busanbindung verbessern

Auch für Vehrte müsse die exakte Lage einer Station im Bereich des jetzigen Bahnhofs geklärt werden. „Dazu könnten Synergieeffekte mit dem anstehenden Tunnelbau genutzt werden“, glauben die Initiativen. Noch unklar sei zudem, welcher Zug dort eigentlich halten solle.

In Bezug auf die Tecklenburger Nordbahn sprechen sich die Initiativen für eine bessere Busanbindung in Osnabrück aus, „um die gute Erreichbarkeit von Wissenschaftscampus und Neumarkt zu ermöglichen“. Ausgelotet werden müsse das Interesse aus Hopsten (Kreis Steinfurt), ebenfalls an diese Bahn angebunden zu werden. Wenn das Planfeststellungsverfahren im nächsten Jahr abgeschlossen werden könne, sei mit der Reaktivierung ab 2021 zu rechnen.

Zusagen einhalten

Beim Ausbau des Halbstundentakts auf der Strecke des Haller Willem (Osnabrück – Halle – Bielefeld) müsse Niedersachsen die Federführung übernehmen, fordern die Initiativen. Bislang gibt es dieses Angebot nur auf dem nordrhein-westfälischen Teilstück. Die Initiativen erinnern an eine Zusage von Landesverkehrsminister Olaf Lies (SPD), für alle Nahverkehrszüge in Osnabrück den Halbstundentakt zu schaffen. Voranzubringen sei die Planung für weitere Begegnungspunkte in den Bereichen Oesede-Sutthausen und Dissen-Westbarthausen, wo pendelnde Züge sich bei dichterer Taktfolge ausweichen könnten.


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