Lange Lieferzeiten Hype um Levi’s-Shirts: Hohe Nachfrage in Osnabrücker Läden


Osnabrück. Wer derzeit durch die Straßen schlendert, sieht einen Modetrend immer häufiger: die weißen Levi‘s-Shirts mit dem markanten roten Aufdruck, meist getragen von Teenagern. Wir haben in Osnabrücker Läden nachgefragt, ob sich der Hype auch hier bemerkbar macht.

Eigentlich ist es ein stinknormales weißes Shirt mit Aufdruck. Doch viele Osnabrücker Geschäfte kommen im Moment nicht mehr mit dem Nachbestellen hinterher, so groß ist die Nachfrage nach den Levi‘s-Shirts mit rotem Design.

„Ich hatte schon eine Liste mit Vorbestellungen, die ich abgearbeitet habe, weil ich keinen Vorrat mehr hatte“, erklärt Susanne Preuß, Inhaberin von „American Base“. Ein einziges Shirt hat sie gerade noch auf Lager. Und das auch nur, weil es vorher eine Schaufensterpuppe trug und es deshalb schlichtweg vergessen worden war. „Sonst wäre das auch schon weg“, ist sich Preuß sicher.

Sie fühlt sich derzeit in die 90er-Jahre zurückversetzt, als Levi’s schon einmal einen Hype auslöste. „Damals habe ich das Shirt auch selbst getragen“, erzählt Preuß. Jetzt verhelfen ihrer Meinung nach Stars der Marke zu einem Revival, die das Shirt auf der Bühne oder in den sozialen Medien präsentieren: „Wenn Rihanna so ein Shirt trägt, wollen es alle haben.“

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Hauptzielgruppe Teenager

Ähnlich sieht es Malena Meyerhoff, Verkäuferin bei „Kult“: „Auf Instagram trägt es jeder Influencer und durch den für ein Markenshirt günstigen Preis kann es sich jeder leisten.“ (Weiterlesen: „Vertreter von Millionen Menschen“: Blogger und Instagram-Stars)

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Ein Beitrag geteilt von Janina Uhse (@janinauhse) am 17. Apr 2016 um 3:28 Uhr

Ein Shirt kostet etwa 25 Euro – für den Teenager-Taschengeldbeutel zwar viel Geld, aber immer noch günstiger als das derzeit ebenfalls im Trend liegende Modell von Calvin Klein. Dafür müssen bereits 50 Euro auf den Tisch gelegt werden. Die Hauptzielgruppe dieser Shirts sind den Osnabrücker Verkäufern zufolge Teenager zwischen 13 und 19 Jahren. Das sei Meyerhoff zufolge auch beim Vergleich mit anderen Levi‘s-Produkten zu merken. Pullover würden rund 70 Euro kosten. Da würden die jungen Kunden nicht so schnell zugreifen. „Das hat Levi‘s schlau gemacht. Für den Preis können sich die Schüler das Shirt auch von ihrem Taschengeld kaufen, wenn sie etwas sparen“, sagt auch Preuß.

Bereits im vergangenen Jahr hätten die Händler die Läden auf den bevorstehenden Trend aufmerksam gemacht. Seit Herbst sei dann die Nachfrage immer größer geworden. „Im Mai dieses Jahres waren die Anfragen nach dem T-Shirt dann sehr extrem. Im Moment verkaufen wir meist zwischen zehn bis 15 pro Tag“, sagt Meyerhoff.

Warten auf Nachschub

Bei L+T sind die kleinen Größen für Frauen derzeit restlos ausverkauft: „Wir warten seit Wochen auf Nachschub. Im Moment haben wir nur noch XL“, sagt Verkäuferin Jessy Albrecht. Kollegin Sophie Augustin aus der Herrenabteilung kann das nur bestätigen: „Ein paar Shirts haben wir zwar noch, aber nach zwei, drei Tagen müssen wir direkt wieder nachbestellen.“ Doch auch wenn das Shirt gerade nicht in der passenden Größe da ist – die Teenie-Mädchen kaufen es laut Augustin trotzdem. „Es wird dann einfach oversized getragen.“

Bei Galeria Kaufhof gibt es die Shirts vor Ort nur in der Herrenabteilung. Verkäuferin Laura Düttmann kann sich ebenfalls vor Anfragen nicht retten: „Am Samstag bin ich bestimmt 30 mal auf das Shirt angesprochen worden.“ Frauen würde sie auf den Online-Shop verweisen, wo das Shirt bestellt werden könnte.

(Noch so ein Trend aus den 90-ern:

Doch nicht nur das Levi‘s-Shirt sei derzeit sehr gefragt. L+T-Verkäuferin Albrecht zufolge gelte das im Moment für alle Shirts mit Logos. Adidas, Fila, Puma oder Hilfiger – alle hätten den Trend aufgegriffen. So beliebt wie Levi’s seien die anderen allerdings nicht.


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