Umfrage zum neuen Gesetz Was halten Osnabrücker von der Whatsapp-Überwachung?

Von Henning Hünerbein

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henh Osnabrück. Kriminelle kommunizieren heutzutage eher über soziale Netzwerke als mit dem Telefon, E-Mail oder SMS. Doch die sozialen Netzwerke sind meist verschlüsselt und Ermittler können auf diese Daten nicht zugreifen. Der Bundestag hat nun den Weg für die umstrittene Überwachung von Kommunikation über Messenger-Dienste freigemacht.

Wir haben uns bei jungen Osnabrückern umgehört, was sie von dem neuen Gesetz halten.

André Grzeschik, 26 Jahre, aus der Weststadt:

„Die grundlegende Idee ist schon berechtigt, da der Staat seiner Schutzpflicht auch in den modernen Medien nachkommen muss. Es sollte aber erst einmal geguckt werden, ob der Verdacht wirklich ausreicht und inwieweit die Daten verwendet werden dürfen.“

Maurice Kandelhardt, 26 Jahre, aus Ibbenbüren:

„Ich sehe das Gesetz eher kritisch, weil vorher nicht genau gesagt wurde, bei welchen Straftaten das Gesetz genutzt werden darf.“

Eva Lause, 26 Jahre, aus der Innenstadt:

„Eigentlich sollte einem nichts peinlich sein und man sollte auch nichts verbergen, aber diese Möglichkeit zur Überwachung sollte wirklich nur in Ausnahmefällen genutzt werden, um die Privatsphäre zu schützen.“

Oliver Klebeck, 25 Jahre, aus der Wüste:

„Ich kann verstehen, dass die Behörden auf diese Dienste zugreifen möchten, aber die Installation der Trojaner sehe ich sehr kritisch, da man auf die Software des Handys zugreift und damit vielleicht sogar Hackern den Zugriff aufs Handy gewährt. Zudem ist die schnelle Entscheidung, das Gesetz zu beschließen, etwas merkwürdig.“

Matha Jöckel, 25 Jahre, aus der Innenstadt:

„Ich glaube, dass der Beschluss irgendwie etwas mit dem Wahlkampf zu tun hat, um den Leuten zu zeigen, dass die Politik etwas zur Vorbeugung gegen terroristische Anschläge unternimmt. Man müsste jedoch am Ursprung ansetzten und in den Kriegsländern helfen.“

Nico Manthey, 26 Jahre, aus der Innenstadt:

„Ich finde es nicht in Ordnung, dass der Bundestag das Gesetz beschlossen hat, ohne die Bürger vorher zu informieren. Und wenn man anonym bleiben möchte, können die Straftäter auch anders kommunizieren.“


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