Tag der Architektur in Osnabrück Der Dschungelpfad im Moskaubad verlängert die Saison

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Osnabrück. Im Moskaubad bereichert seit dem Frühjahr 2016 ein „Dschungelpfad“ das Freibad-Areal. Am Sonntag wird der Kletter-Seilgarten beim Tag der Architektur vorgestellt. Damit hat die Architektenkammer Niedersachsen in diesem Jahr auch eine Freiraumgestaltung ausgewählt.

Auf rund 80 Metern Länge und bis zu drei Metern hoch zaubert der „Dschungelpfad“ Urwald-Atmosphäre zwischen die Baumwipfel über den Liegewiesen. Der Kletter-Seilgarten entstand aus dem innovativen Anliegen der Stadtwerke Osnabrück, die parkähnliche Freibad-Anlage mit einem attraktiven Erlebnisangebot für Kinder ab fünf Jahren aufzuwerten, um eine ganzjährige Nutzung zu erreichen.

Raum für Kindergeburtstage

„Ein einfacher Niedrigseilgarten hätte da nicht gereicht“, betont Landschaftsarchitekt Udo Hollemann, Inhaber des ausführenden Meppener Büros „Die Grünplaner“. Mit seinem Team habe er „Kreatives im Bereich Dschungel, Jane, Liane“ entwickelt und ein umfassendes Konzept angeboten. Hollemann lobt die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken: „Nicht oft sind Auftraggeber so aufgeschlossen für größere Lösungen“, sagt Hollemann. Die Baukosten betrugen 150.000 Euro.

Der Parcours zieht magisch an mit schwankenden Hängebrücken, schwingenden Seilen, verschlungenen Schlaufenpfaden, Balanciertellern und einem steilen Klettertunnel. Ein drei Meter hohes Baumhaus wirkt bunt zusammengebrettert. Im Inneren kann man sogar Kindergeburtstag feiern. Überdimensionale Dschungeltiere wie Papagei, Schlange, Faultier und Spinne säumen den Weg. Im Laub der Bäume hängen Affen. Aus dem Boden schießen grüne Stengel mit roten Knospen und hölzerne Palmen.

Kunst mit der Motorsäge

Vieles ist aus „krummschäftigen Robinienhölzern“ gefertigt. Für eine „natürliche Anmutung“ wurden sie geschält und geschliffen. „Da muss man schon genau schauen, welcher Stamm kann zu welchem Bauteil passen“, schildert Hollemann. Die vorgegebenen 3D-Pläne der „Grünplaner“ wurden von Experten der Firma „Ghepetto“ aus Bremen mit Motorsägen umgesetzt. „Das ist bei manchen Bauteilen schon Kleinkunst“, unterstreicht Hollemann.

Im Jahr 2017 wurde das saisonverlängernde „Dschungel“-Konzept vom Büro der „Grünplaner“ fortgesetzt: Ein Kletterfelsen in Form eines Affenkopfes und Bodentrampoline kamen hinzu. Als weitere Attraktion wurden ein Wasser- und Matschspielplatz gebaut, auf dem sich Schlange und Nilpferd räkeln sowie im Tribünenturm kleine Innenräume für Kindergeburtstage hergerichtet.


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