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Spielplatz-Test in Osnabrück So spielt es sich auf dem Spielplatz Kogge-Strand

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Einer der bekanntesten Spielplätze Osnabrücks ist der  Kogge-Strand am Adolf-Reichwein-Platz. Foto: Corinna Berghahn.Einer der bekanntesten Spielplätze Osnabrücks ist der Kogge-Strand am Adolf-Reichwein-Platz. Foto: Corinna Berghahn.

Osnabrück. Spielen kann man in Osnabrück an vielen Orten. Für unsere Serie stellen wir Spielplätze vor, die besonders sind – oder auch nur besonders beliebt. Heute: der Spielplatz am Adolf-Reichwein-Platz.

Geachtet wird auf folgende Dinge:

  • Was bietet der Spielplatz den Kindern, was den Eltern?
  • Gibt es Pipi-Möglichkeiten?
  • Wie schaut es mit dem Sonnenschutz aus?


Fotos: Corinna Berghahn

Der Kogge-Spielplatz im Zentrum von Osnabrück

Wo liegt er?

Der Spielplatz liegt am Adolf-Reichwein-Platz, also direkt in der Innenstadt von Osnabrück. Wer in die Fußgängerzone will oder aus ihr kommt, geht an ihm vorbei. Bekannt ist er unter der Bezeichnung Koggestrand. Die erhielt er wegen des imposanten Holzschiffs. Genannt wird der Platz aber auch „Eltern-Bermudadreieck“, aber dazu später mehr.
 
 
Fun Fact: Das Schiff diente ursprünglich als Werbung für den Osnabrücker Hansetag im Jahr 2006 und wurde danach den Kindern und dem damals neugestalteten Spielplatz überlassen.
 

Was bietet der Koggestrand den Kindern?

Wasser satt, jedenfalls in den wärmeren Monaten und wenn die Wasserspielanlage funktioniert. Diese Spielmöglichkeit gefällt auch beiden Test-Kindern: Eines ist anderthalb, das andere fast sechs Jahre alt. Die Kinder lieben es also, wir Eltern jedoch nicht immer: Gerade wer kleinere Kinder hat, sollte besser Ersatzkleidung einpacken.
 
 
Toll ist natürlich das Holzschiff, das sich von beiden erklettern lässt und in das - für das ältere Kind - eine hohe Rutsche integriert ist.
Ansonsten bietet der Platz mehr für kleinere Kinder: Es gibt noch eine Mini-Rutsche, an der sich die U-3-Kinder und deren Eltern stauen und ein wippendes Pferdchen. Schaukeln sind hingegen nicht vorhanden. Da der Platz nicht umzäunt ist, sollte man kleinere Kinder, die sich auslaufen wollen, immer gut im Auge behalten.
 
 
Andererseits steht es in den Sommermonaten ein Bauwagen am Rand des Platzes, der vom Familien- und Kinderservicebüro der Stadt Osnabrück zur Verfügung gestellt wird. An Werktagen geöffnet ist dieser mit allerlei Sandspielzeug ausgestattet und kann auch im Inneren bespielt werden.
 
 
Aktuell ist das eine Fenster kaputt, sodass an Sonntagen unerschrockene Kinder Einstiegversuche unternehmen. Die Absperrung hält diese wenig davon zurück; ermahnende Eltern hingegen eher. Trotzdem: Je älter die Kinder werden, desto langweiliger wird dieser Spielplatz für sie.
 
 

Gibt es Schattenplätze?

Manko des Spielplatzes ist der fehlende Sonnenschutz: zwar gibt es auf der Rasenfläche je nach Sonnenstand etwas Baumschatten, doch diese Plätze sind sehr begehrt. Sonnencreme und -mützen also nicht vergessen, wenn ab mittags die Sonne direkt auf den Sandspielplatz knallt. Schatten bietet hier nämlich nur das Schiff.
 
 
In der knalligen Sonne lässt sich dann auch die Mini-Rutsche nicht mehr nutzen: Unser kleines Kind verbrennt sich fast seine Beinchen, als es nach dem Erklimmen rutschen will. Selbst der Sand ist so heiß, dass es an den nackten Füßchen schmerzt. Die Schuhe bleiben also an.
 

Gibt es Pipi-Möglichkeiten?

Offiziell nicht. Aber der Platz ist von Lokalitäten umzingelt – und keiner guckt einen schief an, wenn man dort mit seinem Kind die Toilette oder den Wickelplatz aufsucht. In die Büsche muss am Adolf-Reichwein-Platz also niemand gehen.
 

Was gibt es für die Eltern?

Direkt an den Spielplatz grenzen eine Kneipe, eine Eisdiele, ein Restaurant, eine Art Bistro und eine Döner-Bude. So erklärt sich auch der Name „Eltern-Bermudadreieck“: Während die Kinder spielen, könn(t)en die Eltern gepflegt versacken. Ein gastromischer Betrieb hat sogar Liegestühle auf der Rasenfläche des Spielplatzes aufgestellt.
 
 
Am Wochenende lassen sich dann gut die in der Kneipe gezeigten Fußballspiele verfolgen, und sei es auch nur anhand des weit hörbaren Torjubels.
 

Was ist das Besondere an diesem Spielpatz?

Neben dem imposanten Schiff eindeutig die Lage: Der Spielplatz ist gut zu erreichen. Ist man einmal da, lässt es sich hier dann gut aushalten. Für Kinder (aber auch Erwachsene) ein Höhepunkt ist die Eisdiele „Schlecks“: Vor ihr bilden sich regelmäßig lange Schlangen, sobald sich die Sonne auch nur etwas am Himmel zeigt. 
 
 

Für wen ist dieser Spielplatz?

Wer nach Eis bettelnde Kinder nicht erträgt, ist am Koggestrand falsch. Wer an Sonnenallergie leidet ebenfalls. Ansonsten ist es der Ort, an dem man irgendwann einmal jede Mutter und jeden Vater von Osnabrück treffen wird. Sei es am Samstag nach dem Stadtbummel, bei einem auf dem Spielplatz stattfindenden Familienfest oder einfach nur, weil man dem Kind ein Eis versprochen hat. Dasselbe gilt für die Kinder, die hier öfters Spielkameraden aus dem Kindergarten treffen und dann mit ihnen den Platz unsicher machen.
 
 
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