zuletzt aktualisiert vor

Zoodirektor am Steuer Unfall im Zoo Osnabrück: E-Mobil verletzt Kind schwer


Osnabrück. Bei einem Verkehrsunfall im Zoo Osnabrück ist ein dreijähriges Kind schwer verletzt worden. Es wurde nahe dem Affentempel von einem zu schnell fahrenden Elektromobil erfasst. Am Steuer saß der Zoodirektor.

Wie der Zoo Osnabrück am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte, ereignete sich der Unfall bereits am Sonntag, 11. Juni. Zoodirektor Michael Böer sei mit einem Golfcart unterwegs zum Wirtschaftshof gewesen, als gegen 18.25 Uhr eingangs des Zoobereichs „Angkor Wat“ plötzlich ein dreijähriges Mädchen vom neuen Menschenaffenhaus kommend Richtung Affentempel über den Besucherweg gelaufen und dort mit dem kreuzenden E-Mobil zusammengestoßen sei.

Dabei habe sich das Kind so schwer verletzt, dass es mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Polizei sei nach dem Unfall nicht vor Ort gewesen. Seit Anfang vergangener Woche befinde sich das Mädchen aus dem Kreis Gütersloh wieder zu Hause, es gehe ihm „den Umständen entsprechend gut“, versicherte der Zoo. Man stehe in engem Kontakt mit der Familie und bedauere den Unfall außerordentlich.

Zoo zieht Konsequenzen

Auch Zoodirektor Böer als Verursacher zeigte sich im Gespräch mit unserer Redaktion geschockt. „Ich bin zu schnell gefahren und konnte nicht mehr rechtzeitig stoppen. Mir tut das wahnsinnig leid!“ Die Unfallstelle sei aber auch schwer einsehbar gewesen. Als Konsequenz will der Zoo Verkehrsspiegel anbringen. Außerdem werde darüber nachgedacht, die Fahrbahn zu markieren.

Auch die Golfcarts sollen sicherer gemacht werden und künftig sicht- und hörbare Signale geben können, kündigte Böer an. Ein schärferes Tempolimit sei hingegen nicht nötig. Denn schneller als Schrittgeschwindigkeit, sprich fünf Kilometer pro Stunde, durften die vielfältig genutzten E-Mobile auf dem Zoogelände noch nie fahren.


Blaulichtradar: Was ist in Ihrer Region passiert?
Was soll angezeigt werden?
current-position

14 Kommentare