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Fünfter Spendenlauf Teilnehmerrekord beim Osnabrücker Zoo-Lauf knapp verpasst

Von Vincent Buß


vbu Osnabrück. Über 500 Menschen machten beim fünften Osnabrücker Zoo-Lauf mit. Der Erlös geht an Projekte, die sich für Kinder einsetzen.

Zoobesucher konnten schon ahnen, dass es kein normaler Abend werden würde: Vor dem Tierpark und zwischen den Gehegen tummelten sich Menschen in Läufer-Montur mit Startnummern. Für jeden war etwas dabei: Erwachsene konnten entweder 3,3 Kilometer laufen, eine doppelt so lange Nordic-Walking-Strecke zurücklegen oder sich über zehn Kilometer auf Zeit mit anderen messen. Als erstes liefen die Kinder um 18 Uhr 800 Meter durch die afrikanische Tierwelt des Zoos.

(Weiterlesen: Osnabrücker Zoo-Lauf am 17. Juni zugunsten von Kinderprojekten)

Das Startsignal zu allen Läufen gab Osnabrücks Bürgermeister Burkhard Jasper. Mit 542 Teilnehmer wurde der Rekord nur knapp verfehlt: Im zweiten Jahr des Laufs machten 560 Menschen mit, im letzten Jahr waren es 374. „Der Zoo-Lauf ist ein Beispiel dafür, dass es viele Menschen gibt, die sich für andere einsetzen“, sagte Jasper.

Hilfe für Kinder

Der Erlös setzt sich zusammen aus den Startgebühren – zehn Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder – und wurde durch die Stiftung Stahlwerk aufgestockt. Die Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“ spendete zusätzlich 1500 Euro. Zu Gute kommt das Geld dem Verein „Sportler 4 a childrens world“, der Kinder in Not unterstützt, sowie dem Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“. Dabei lernen Grundschüler während kostenlosen Zooführungen spielerisch deutsche Begriffe aus der Tierwelt und arbeiten sie danach im Unterricht auf. Schirmherr des Laufs war wieder Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

(Weiterlesen: Tierischer Unterricht für Schüler und Besucher in Osnabrück)

Mitverantwortlich für die Organisation war der in Osnabrück lebende Sportler John McGurk, der zugleich Vorsitzender des Vereins „Sportler 4 a childrens world“ ist. „Der Zoo-Lauf ist immer wieder ein Highlight für mich“, sagte McGurk, „in der abendlichen Atmosphäre vorbei an den vielen Tieren und durch den Wald am Schölerberg – so eine Lauf-Strecke ist einmalig.“ Zoopräsident Reinhard Sliwka stimmte zu: „Mit diesem Lauf können wir die schöne Kulisse zusätzlich für den guten Zweck nutzen und den Kindern etwas Gutes tun.“

Belohnungen auch für Teilnehmer

Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte stockte bereits in den Vorjahren den Gewinn mit insgesamt über 15.000 Euro auf. Vorstandsmitglied Beate-Marie Zimmermann erklärt: „Wir unterstützen seit Jahren Angebote, die Bildung und soziale Integration fördern und damit verhindern, dass junge Menschen vernachlässigt werden. Der Zoo und „Sportler 4 a childrens world“ setzen sich insbesondere für Kinder ein und helfen ihnen, einen guten Start in das Leben zu finden.“

Für die Teilnehmer selbst gab es auch Belohnungen. Die schnellsten Absolventen des Zehn-Kilometer-Laufs erhielten Familienjahreskarten für den Zoo. In diesem Jahr waren es bei den Männern Markus Titgemeyer mit 34,08 Minuten und bei den Frauen Kerstin Biekötter mit 43,18 Minuten. Alle anderen bekommen bis zum 17. Juli 50 Prozent Rabatt auf den nächsten Zoobesuch.