Kurzfilmprojekt zur Varusschlacht Wenn Römerzombies das Museum stürmen

Von Annalena Lange

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Osnabrück. alla. Schüler referieren im Museum der Varusschlacht über dort ausgestellte Exponate. Mit einem Finger streicht ein Schüler dabei über die Inschrift eines Grabsteins. Plötzlich erheben sich aus den Wiesen der Varusschlacht Zombies. Die Überreste der römischen Legionäre erwachen zum Leben. Was klingt wie ein Horrorfilm ist das Schulprojekt Crashkurs Varusschlacht. 12 Schülerinnen und Schüler der Thomas Morus Schule präsentierten am Freitag ihren Kurzfilm.

Während des ganzen Schuljahrs haben die Siebt- bis Zehntklässler alle Produktionsschritte vom Drehbuchschreiben bis zum Filmschnitt gestaltet. Für das außerschulische Projekt engagierten sich die Schüler zum Großteil in ihrer Freizeit. „Dokumentationen sind für Jugendliche nicht so spannend. So haben sie es für sich selbst interessant gemacht“, sagt Miguel Lugasi, der die Schüler als Theaterpädagoge bei der Filmproduktion unterstützte.

Interessant wurde es für die Projektteilnehmer dadurch, dass sie selbst eine Geschichte zu den Exponaten erfinden konnten. „Im ersten Moment denkt man, es wird ein normaler Schulfim, aber dann kommt der Überraschungsmoment, wo die Zombies das Museum stürmen“, erklärt Anna Hagen (16). Im Film finden die Schüler heraus, dass der Caeliusstein, ein Grabstein der Römer, verflucht ist und die Zombieapokalypse ausgelöst hat.

Das wichtigste Ziel: ein gutes Team

„Das beste Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung der Gruppe“, so Lugasi. Durch das Projekt sind die Siebt- bis Zehntklässler zu einem Team geworden. „Die Teamarbeit mit den Leuten hat am meisten Spaß gemacht und ich habe durch das Projekt neue Freunde gefunden“, sagt Anna. Auch Lehrer Dieter Ostendorf, der das Projekt betreute, war begeistert vom Schülerteam: „Das Selbstbewusstsein der Schüler wurde immens gestärkt. Die Stillen, die erst nur Nebenrollen wollten, hatten am Ende Hauptrollen. Es war spannend zu sehen, wer in der Gruppe die Führungsposition eingenommen hat.“

Vom Filmteam zum Experten

Ostendorf findet Filmprojekte für Schulen sehr gut geeignet. „Die Schüler bemühen sich mehr um das Thema und die Örtlichkeit, wenn man da zu einem Drehtag hinfährt. So kriegt man das im Unterricht nicht hin“, erzählt der Lehrer. Die Mitarbeiter des Museums lobten vor allem das Engagement und Expertenwissen der Jugendlichen. „Das ist das beste, was einem Museum passieren kann, dass die Jugendlichen dafür brennen“, stellt Caroline Flöring vom Museum Vaursschlacht fest.

Die Schüler selbst fühlen sich nun auch als Spezialisten. „Wir können jetzt selbst durch die Varusschlacht gehen und Führungen machen“, sagt Birte Strunk (17). Das Projekt Crashkurs Varusschlacht, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, fand bereist zum zweiten Mal statt. Wie der Kurzfilm aus dem letzen Jahr, wird auch der diesjährige Film auf der Youtube-Seite der Varusschlacht veröffentlicht.


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