Ein Bild von Wilfried Hinrichs
18.06.2017, 09:00 Uhr ELTERNTAXIS IN OSNABRÜCK

Was bringt die fahrenden Eltern endlich zur Vernunft?

Ein Kommentar von Wilfried Hinrichs


Symbolbild: dpaSymbolbild: dpa

Osnabrück. Elterntaxis werden vor manchen Schulen zur Gefahr für Kinder. Wenn gutes Zureden nicht mehr hilft, muss die nächste Eskalationsstufe kommen.

Im Juli 2013 wurden Eltern von 14 Grundschulen in 13 NRW-Städten nach ihren Motiven für den Bring- und Holdienst befragt. Auf Platz 1 stand der Wunsch, die Kinder vor Belästigungen zu schützen. Auf Platz 2 folgte die Aussage, dass der Schulweg als zu gefährlich empfunden wird. Gefährlich, weil zu viele Autos unterwegs sind.

So haben es die fahrenden Eltern selbst in der Hand, das selbst geschaffene Problem zu lösen. Aber warum gelingt das nicht? Warum bewirkt Aufklärung und gutes Zureden seit Jahren kaum etwas? Warum finden die Mahnungen von Lehrern, Polizisten und Elternvertretern, die fast täglich Zeuge der Rücksichts- und Gedankenlosigkeit vor den Schulen werden, kein Gehör? Wieso gibt es nicht viel mehr Walking-Busse statt Elterntaxis?

Wenn‘s nicht freiwillig geht, muss eben die nächste Eskalationsstufe kommen: Verbote, Bannmeilen und, wichtig, Kontrollen. Und zwar bald, bevor Schlimmes passiert. Vor diesem Hintergrund ist unverständlich, warum die Stadt über ein Jahr zur Bestandsaufnahme mit Fragebogen und Ortsterminen benötigt. Das Thema Elterntaxis sollte eine höhere Priorität bekommen und die Politik weiter auf eine Lösung drängen.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN