Belohnungen fürs Energiesparen Osnabrücker Schulen erhalten Urkunden und Prämien

Gespart, um zu gewinnen: Schüler und Lehrer aus 24 Osnabrücker Schulen wurden im Ratssitzungssaal für ihre Energiesparprojekte belohnt. Foto: Jörn MartensGespart, um zu gewinnen: Schüler und Lehrer aus 24 Osnabrücker Schulen wurden im Ratssitzungssaal für ihre Energiesparprojekte belohnt. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Klimaschutz macht Schule – und umgekehrt: Für ihre erfolgreiche Teilnahme am vom „Klimalab Osnabrück“ getragenen Energiesparprojekt „Schalt mal ab!“ wurden insgesamt 24 Grund- und weiterführende Schulen von der Stadt mit Urkunden und Prämien belohnt.

Normalerweise rächt es sich später, wenn man in der Schule „einfach mal abschaltet“. Wenn es aber um das Energiesparen geht, wird man dafür belohnt – gemeint ist, zum Beispiel mal das Licht auszuschalten, wenn es gerade gar nicht benötigt wird, das Wasser nicht unnötig laufen zu lassen oder die Fenster geschlossen zu halten, wenn die Heizung läuft.

Davon konnten nicht nur junge engagierte Energiesparer aus der Stüveschule buchstäblich ein Lied singen, die im Rahmen der Prämienvergabe der Pädagogischen Energieberatung an Schulen (PE) im Friedenssaal des Rathauses ihren Song „Als Gott uns seine Erde schenkte“ präsentierten, mit dem sie eine unmissverständliche Botschaft an den kommenden Weltklimagipfel senden wollen.

Engagement für Umweltschutz

Dass der „Energiemanager-Pass“ nicht nur in der Schule, sondern auch zuhause anwendbar sei, betonte Projektleiter Henrik Peitsch. Insgesamt zwei Dutzend Schulen profitierten in diesem Jahr von dem vom Bundesumweltministerium geförderten Prämiensystem, das 2013 als Erweiterung des vier Jahre zuvor erfolgreich gestarteten Fifty-Fifty-Modells eingeführt worden war, um an den Schulen „Begeisterung und Engagement für den Umweltschutz“ zu wecken, wie Bürgermeister Uwe Görtemöller beim feierlichen Empfang im Rathaus betonte. So wenig wie möglich oder sogar gar keine Energie zu verbrauchen, sei neben dem Ausbau der regenerativen Energiequellen immer noch der beste Weg, um eine auch für uns Menschen „negative Umweltbelastung zu verringern“, wie der SPD-Kommunalpolitiker sagte.

Geld zur freien Verfügung

Die unter anderem durch das energiereduzierende Verhalten an den Schulen eingesparten Gelder von insgesamt mehr als 33.000 Euro fließen nun an diese zu ihrer freien Verfügung zurück. Neben 18 Osnabrücker Grundschulen zählen dabei zum zweiten Mal auch ein halbes Dutzend weiterführende Schulen zu den Prämienempfängern, von denen die Gesamtschule Schinkel vor dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium die insgesamt höchste Punktzahl und damit auch die höchste Fördersumme erreichte.

Weitere Klimaschutz-Ideen gibt es indessen genug. Ein Lehrer der Schule an der Rolandsmauer merkte beispielsweise an, dass über das reine Energiesparen im Schulalltag hinaus die Schulen durch eine flächendeckende Installation von Photovoltaikanlagen auf den nach Süden ausgerichteten Schuldächern in Sachen Klima- und Umweltschutz „noch effektiver“ gemacht werden könnten.


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