Humorvolles Kindermusical Osnabrücker Grundschüler spielen „Kwela, Kwela“

Von Markus Strothmann

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„Kwela, Kwela“ – das Musical handelt von der Suche der Tiere nach Wasser: „Wenn es nicht bald regnet, bedeutet das unser Ende.“ Im Bildhintergrund zu sehen ist der Stiefel eines aufgefressenen Großwildjägers, der den Tieren als Orakel dient. Foto: Thomas Osterfeld„Kwela, Kwela“ – das Musical handelt von der Suche der Tiere nach Wasser: „Wenn es nicht bald regnet, bedeutet das unser Ende.“ Im Bildhintergrund zu sehen ist der Stiefel eines aufgefressenen Großwildjägers, der den Tieren als Orakel dient. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Die Musical-AG der Osnabrücker Grundschule in der Wüste hat dieses Jahr „Kwela, Kwela“ aufgeführt – ein afrikanisches Märchen über die Suche nach Wasser, die Bedeutung jedes Einzelnen und den Zauber der Musik.

Der Löwe, König der Tiere, bringt den Ausgangskonflikt auf den Punkt: „Wenn es nicht bald regnet, bedeutet das unser Ende.“ Die Tiere sitzen auf dem Trockenen. Kurz vor dem Verdursten beschließen sie, das große Orakel um Rat zu fragen, obwohl es schon länger ziemlich von der Rolle ist und seit einer Weile keine nützlichen Ratschläge mehr gegeben hat.

Aber dieses Mal lässt das Orakel – in Gestalt eines alten Stiefels – die Tiere nicht im Stich. Es zeigt ihnen eine Stelle, an der sie graben sollen, und siehe da, sie stoßen auf Wasser. Die Tiere glauben sich gerettet, doch in mehreren Nächten hintereinander stehlen gruselige Buschgespenster das Wasser aus dem frisch gegrabenen Loch.

Bis ausgerechnet der faule, aber musikalische Hase Tschipo als Nachtwache aufgestellt wird. Der ist eigentlich schon abgemeldet, nachdem er sich geweigert hat, den anderen beim Graben zu helfen. Mit seiner Musik aber kann er nun die Gespenster bezaubern und sie zu einem Geschäft bewegen, von dem beide Seiten profitieren…

Gespenster mit Musik besänftigt

Die jungen Darsteller spielten das humorvolle Musical mit sichtbarer Hingabe. Mitreißende Lieder, witzige Dialoge und nicht zuletzt die schicken Kostüme sorgten dafür, dass den Zuschauern eine unterhaltsame Show geboten wurde, und einige nützliche Lebensweisheiten konnten sie auch noch mit nach Hause nehmen. Stichwort: vergeudete Lebenszeit.

So besingen die Gespenster die Eintönigkeit ihres ewigen Daseins folgendermaßen: „Das Leben ist kurz / Was uns wichtig war / ist jetzt total schnurz.“ Da war der arbeitsscheue Hase mit seiner Flöte auf einmal gar nicht mehr nutzlos: Erlösen konnte er die Gespenster zwar auch nicht, aber er machte ihnen das Dasein mit seinen Melodien zumindest erträglich.

Daniela Frühauf und Charlotte Herges, Rektorin und Konrektorin, führten die Musical-AG zum zweiten Mal durch. Über ein Jahr probten sie einmal wöchentlich mit den Schülern für „Kwela, Kwela“. In der heißen Phase vor der ersten Aufführung wurde die Schlagzahl wie üblich deutlich erhöht. „Das Stück war dieses Mal schon etwas anspruchsvoller als beim ersten Mal“, so Daniela Frühauf. Sie freute sich über sehr gute Resonanz bei allen drei Aufführungen. „Ganz wichtig fürs Gelingen ist natürlich dass alle mitziehen. Unser Dank gilt besonders unserem Hort und den Hausmeistern, die uns wirklich toll unterstützt haben.“


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