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Passanten löschen 52-Jährigen Mann zündet sich vor Osnabrücker Eiscafé am Domhof an

Von Jörg Sanders


Osnabrück. Ein 52-jähriger Mann hat sich am frühen Sonntagabend vor einem Eiscafé am Domhof angezündet. Hintergrund ist der Polizei zufolge eine Beziehungstat.

Gegen 17.45 Uhr übergoss sich der Mann in der Nähe des Theaters mit Benzin und ging dann gezielt zu der gegenüberliegenden Eisdiele. Dort zündete sich der 52-Jährige an, berichtet Nils Allendorf, Sprecher der Polizei Osnabrück, unserer Redaktion. Binnen kurzer Zeit stand der Mann komplett in Flammen. Augenzeugen beschreiben ihn auf Facebook als „menschliche Fackel“.

Gäste löschen den 52-Jährigen

Mehrere Passanten und Gäste des Cafés eilten zur Hilfe. Mit Decken, die zu dem Eiscafé gehören, gelang es ihnen, den Mann zu löschen. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Ein Rettungshubschrauber flog ihn anschließend in eine Spezialklinik. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

„Kein terroristischer Hintergrund“

Nach dem jetzigen Kenntnisstand handele es sich wohl um eine Beziehungstat, sagt Allendorf. In dem Eiscafé saß die Ex-Frau des Mannes in Begleitung einer anderen Person. Wer diese war? Dazu wollte sich Allendorf nicht äußern. Eines sagte der Polizeisprecher aber ganz deutlich: „Es gibt überhaupt gar keinen terroristischen Hintergrund.“ Auch gebe es bislang keine Hinweise, dass der 52-Jährige die Absicht hatte, weitere Personen zu verletzen.

Ein großes Brandloch in einem Stuhl der Eisdiele am Domhof. Foto: Festim Beqiri

Notfallseelsorger im Einsatz

Neben der Feuerwehr waren auch Notfallseelsorger im Einsatz, da viele Passanten, darunter auch Kinder, das Geschehen beobachtet hatten. Einige hätten wohl einen Schock erlitten, so Allendorf.

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Wichtiger Hinweis

Bitte holen Sie sich rechtzeitig Hilfe, wenn Sie Suizidgedanken haben, und kontaktieren Sie die Telefonseelsorge. Dort wird Ihnen kostenlose Hilfe angeboten. Hier geht es zu der Homepage der Telefonseelsorge: www.telefonseelsorge.de. Unter den Telefonnummern 0800-1110111 und 0800-1110222 erreichen Sie die Berater der Telefonseelsorge.

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