Zeugen gesucht Mahnmal „Alte Synagoge“ in Osnabrück beschädigt

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Das 2004 errichtete Mahnmal ist in der Nacht zum Samstag beschädigt worden. Foto: Andrea PärschkeDas 2004 errichtete Mahnmal ist in der Nacht zum Samstag beschädigt worden. Foto: Andrea Pärschke

Osnabrück. Die Metalltafeln an dem Mahnmal „Alte Synagoge“ sind von bislang unbekannten Tätern beschädigt worden.

Nach Angaben der Polizei sind in der Nacht zum Samstag Metalltafeln verdreckt worden. „Aufmerksam wurden wir durch Hinweise aus der Bevölkerung“, berichtet Detlef Kuhn, Dienstabteilungsleiter des zuständigen Polizeireviers.

Suche nach den Tätern

Um den Vorgängen der Nacht auf die Spur zu kommen, war am Samstag die Spurensicherung vor Ort. Sie gingen unter anderem der Frage nach, ob das Mahnmal absichtlich beschädigt wurde. Zudem sucht die Polizei Osnabrück zurzeit nach möglichen Tätern: „Wir ermitteln in alle Richtungen“, so Detlef Kuhn. Das Mahnmal erinnert an die Alte Synagoge in Osnabrück, die am 9. November 1938 geplündert und in Brand gesetzt wurde. 90 Mitglieder der Gemeinde wurden damals zunächst inhaftiert und dann ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert.

Ermittlungen in alle Richtungen

„Es ist derzeit noch zu früh, um von einem rechten Hintergrund der Tat zu sprechen“, so der Dienstabteilungsleiter auf Nachfrage der Redaktion. Auch andere Motivationen können noch nicht ausgeschlossen werden. „Es kann auch sein, dass sich die Täter gar nicht so sehr der Tragweite bewusst waren“, zieht der Polizeibeamte in Betracht. Die Polizei Osnabrück sucht Zeugen und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0541/3272215.


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