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Lagerhalle: Niederländische Band Rapalje begeisterte Viel Kult ums Keltische

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Traditionelle Instrumente: Band Rapalje.Foto: Thomas OsterfeldTraditionelle Instrumente: Band Rapalje.Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Zünftig gekleidet, mit einem echten Rentierfell um die Schultern, steht Wolfgang Hochheim an der Theke der Lagerhalle und stillt seinen Durst aus einem Trinkhorn. In Ermangelung von Met hat er Bier in sein Gefäß füllen lassen. So bereitet sich der Klavierbauer auf das Konzert der niederländischen Band Rapalje vor.

Dabei handelt es sich zwar nicht um eine Mittelalterband, aber der keltische Folk, den das Quartett aus Groningen liefert, passt ebenso zum Image und Geschmack des Mittelalterfans. Außerdem treten die Musiker auch nicht in zeitgenössischer Kleidung auf die Bühne, sondern tragen Kilt, Wams und bisweilen sogar Helme aus Messing.

Es ist St. Patrick’s Day. Fast schon traditionell statten Rapalje an diesem Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen der Lagerhalle einen Besuch ab und treffen dort auf eine eingeschworene Fangemeinde. Zwar haben nicht alle eine fantasiereiche Kluft angelegt wie Wolfgang, dennoch eint die Besucher des Konzerts die Liebe zu den tanzbaren Jigs und Reels, den wilden Trinkliedern und romantischen Balladen, die ihren Ursprung in Irland und Schottland haben.

Mit traditionellen Instrumenten gehen die Musikanten ans Werk: Mandolinen, die Langhalslaute Gitouki, Dudelsack, die irische Rahmentrommel Bodhrán, Knopfakkordeon, Fiddle und verschiedene Flöten dienen der Umsetzung der folkloristischen Tunes. Dabei machen die altertümlich anmutenden Spielleute gar nicht den Anschein, in entrückten Fantasiewelten zu leben. „Auf Facebook haben für das heutige Konzert 20 „Freunde“ ihr Kommen angemeldet“, verkündet Maceál und freut sich darüber, dass doch bei Weitem mehr Fans in die Lagerhalle gepilgert sind. Passend zur Ansage intonieren sie dann den Song „Never Mind the Strangers“, in dessen Refrain es heißt: „I’ll always be your friend…“.

Für einen Showeffekt sorgt Dudelsackspieler David. Mit einem Helm auf dem Kopf, an dem eine Fackel entzündet wird, greift er zum Dudelsack, an dessen Pfeifen Flammen lodern. Passend zur Musik bläst er die Flammen so an, dass spektakuläre Feuerfontänen zur Decke züngeln. Das Publikum jubelt und singt bei bekannten Songs wie „Irish Rover“ oder „Whiskey in the Jar“ lauthals mit.


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