Stipendium für Entwicklerkonferenz Apple lädt Osnabrücker Schüler nach Kalifornien ein

Der 15-jährige Lennart Otte vom Osnabrücker Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ist von Apple zur Entwicklerkonferenz WWDC 2017 eingeladen worden. Foto: Swaantje HehmannDer 15-jährige Lennart Otte vom Osnabrücker Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ist von Apple zur Entwicklerkonferenz WWDC 2017 eingeladen worden. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Der 15-jährige Lennart Otte aus Osnabrück hat mit seinen Programmierfähigkeiten die Entwickler des iPhone-Herstellers Apple begeistert. Nun hat die Firma ihn zur Entwicklerkonferenz WWDC 2017 nach Kalifornien eingeladen.

Otte besucht derzeit die 10. Klasse des Osnabrücker Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums – einen Jahrgang hat der 15-Jährige übersprungen. Sein Plan für die Zeit nach der Schule steht bereits: Er möchte Entwickler werden. Das nötige Talent dafür hat er offensichtlich. Der Schüler hat eines von weltweit 350 Stipendien ergattert, die Apple für seine Entwicklerkonferenz WWDC vergibt. (Kamera und Mikrofon abkleben: Guter Schutz oder Schwachsinn?)

Traum geht in Erfüllung

Er habe schon lange davon geträumt, einmal dort dabei zu sein, sagte er im Gespräch. Als Bewerbung für ein Stipendium musste der Schüler eine ihm gestellte Programmieraufgabe in einer befristeten Zeit lösen und seinen Lösungsansatz in einem Aufsatz erklären. Apple bewertet alle eingereichten Bewerbungen.

Hobbys müssen hinten anstehen

Diese Zeit sei sehr stressig gewesen, sagte der Schüler, denn der Schulalltag lief ganz normal weiter. Seine Vereinsaktivitäten beim Badminton und Tischtennis, und seine anderen Hobbys, wie Fotografieren und Musik, mussten hinten anstehen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die erfreuliche Nachricht kam per E-Mail.

Apple trägt alle Kosten

Flug, Unterkunft, Verpflegung und das umgerechnet rund 1500 Euro teure Ticket für die einwöchige Konferenz Anfang Juni im kalifornischen San José – all das übernimmt Apple. Während der Woche kann er Seminare besuchen, Kontakte knüpfen und mit Ingenieuren und Designern der Firma an seiner App feilen, die zum Ende der Sommerferien erscheinen soll. Außerdem wird er Apple-Chef Tim Cook treffen. Dabei hat Otte erst vor zwei Jahren mit dem Programmieren begonnen. (Weiterlesen: Was wir über das iPhone 8 wissen)

Lehrer spielt wichtige Rolle

Unter anderem hatte ihn das verbesserungswürdige Computer-Netzwerk seiner Schule dazu gebracht, sich mit dem Programmieren zu beschäftigen. Eine wichtige Rolle spielte außerdem sein Lehrer Jakob Bartnik, der selbst schon einige Apps entwickelt hat. Das Stipendium für die Apple-Konferenz bezeichnet Bartnik als „ein Highlight seiner relativ kurzen Entwickler-Laufbahn. Er hat konsequent und zielorientiert daran gearbeitet.“

Am 3. Juni fliegt Otte mit einem Begleiter in die USA. Seine Mutter mache sich zwar Sorgen, dass ihr Sohn eine Woche lang so weit weg sei, doch sie wisse, wie wichtig ihm die Teilnahme dort sei und freue sich für ihn. (Weiterlesen: Quiz zum 30. Geburtstag – Wie gut kennen Sie Robin Schulz?)


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