Deutscher Stiftungstag 2017 Europas größter Stiftungskongress ab Mittwoch in Osnabrück

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Kongresszentrum am Limit: In der runderneuerten Osnabrück-Halle trifft sich von Mittwoch bis Freitag die deutsche Stiftungsszene. Ihre Tagung sorgt für eine volle Auslastung der Hotels. Foto David EbenerKongresszentrum am Limit: In der runderneuerten Osnabrück-Halle trifft sich von Mittwoch bis Freitag die deutsche Stiftungsszene. Ihre Tagung sorgt für eine volle Auslastung der Hotels. Foto David Ebener

Osnabrück. Der Deutsche Stiftungstag 2017 (17. bis 19. Mai) bringt die Kongressstadt Osnabrück an ihre Belastungsgrenze. Zum größten Stiftungskongress Europas werden 1600 Teilnehmer erwartet. Das Oberthema der prominent besetzten Konferenz ist Bildung.

Eröffnet wird der Deutsche Stiftungstag 2017 am Mittwoch um 18 Uhr in der Osnabrück-Halle von Manuela Schwesig (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Höhepunkt der Feier ist die Verleihung des Deutschen Stifterpreis 2017. Er geht an die Industriellen-Erbin Gabriele Quandt und ihren Ex-Mann, den Verleger Florian Langenscheidt. Ihre 1994 gegründete Initiative „Children for a better World“ fördert ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen.

Der Stiftungstag gilt als wichtigstes Jahrestreffen der deutschen Stiftungsszene. Diesmal geht es schwerpunktmäßig um Bildung. In zahlreichen Expertenrunden werden zentrale Entwicklungen der Zivilgesellschaft diskutiert und wegweisende Impulse gesetzt. Darüber hinaus suchen die Teilnehmer nach Lösungen für praktische Probleme, denen sich die Stiftungen in ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sehen.

Drängende Fragen der Zeit

Die Bandbreite der Themen reicht mithin von der Frage, wie sich wachsender Nationalismus und Populismus in Europa auf das Zusammenleben der Menschen auswirken, über Aspekte von Klimaschutz, Digitalisierung und Integration bis hin zu konkreten Empfehlungen, wie die auf rentable Vermögensanlage angewiesenen Stiftungen mit der anhaltenden Niedrigzins-Phase umgehen können. „Denn wir Stiftungen wollen und werden unseren Beitrag zu einer starken Zivilgesellschaft weiterhin leisten“, betont Michael Göring, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Stiftungen.

Rund 100 Einzelveranstaltungen an 21 Schauplätzen stehen bis Freitag auf dem Programm. Unter all den Referaten, Meetings und Podiumsgesprächen ragt der Vortrag von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) heraus, die am Mittwoch ihre Pläne für eine zukunftsgerichtete Bildungspolitik vorstellt. Weitere namhafte Redner sind etwa der Wirtschaftsweise Peter Bofinger und Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz Versicherung, außerdem der Autor und Aktivist Raúl Krauthausen („Sozialhelden“), Jutta Allmendinger als Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts in München.

Relevanz mit Promifaktor

Relevanz der Themen und Promifaktor ziehen: 1600 Teilnehmer werden zum Stiftungstag 2017 in Osnabrück erwartet. Die Gastgeberstadt stellt dieser Andrang vor eine besondere Herausforderung. Stiftungsverbandschef Göring: „Wir bringen Osnabrück an den Rand seiner Möglichkeiten.“ Wegen der großen Zahl an Kongressbesuchern seien die örtlichen Hotelkapazitäten schnell erschöpft gewesen. Einige Besucher hätten nur noch Zimmer im Umland gefunden. (Weiterlesen: Osnabrück-Halle nach über drei Jahren fertiggestellt)



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