Exil in der Lagerhalle Freiraum Petersburg feiert Kulturfest zum Mitmachen

Die Osnabrücker Band Poetry spielte einen toll groovenden Funkmix. Foto: André HavergoDie Osnabrücker Band Poetry spielte einen toll groovenden Funkmix. Foto: André Havergo

Osnabrück. Der Kulturverein Freiraum Petersburg machte nach einer Pause im vergangenen Jahr mit einem bunten Kulturfest in der Lagerhalle auf sich aufmerksam. Das „Petersburger Gastspiel“ startete bereits am Nachmittag.

Vor den Toren der Lagerhalle steht ein Bänkelsänger mit einem Cello. „Willkommen im Hier und Jetzt“, singt er. Bezogen auf den Kulturverein Freiraum Petersburg bedeutet Hier und Jetzt: Die Kulturaktivisten sind auf der Suche nach einem Platz, an dem sie ihre Kultur lebendig werden lassen können. Ihr altes Domizil am ehemaligen Güterbahnhof hatte der Verein nach heftigen Auseinandersetzungen mit dem Vermieter geräumt – und bisher keinen alternativen Standort finden können. Zurzeit hofft man auf eine neue Heimat im Osnabrücker Hafen.

Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, suchten sich die Vereinsmitglieder derweil ein temporäres Exil in der Lagerhalle: So wie die früher am Güterbahnhof jährlich gefeierte Party mit Aktionen und Live-Musik hieß die Veranstaltung auch hier „Petersburger Gastspiel“. Schon am Nachmittag konnte man von einem Automaten ein Bild zeichnen lassen, von Hand ein T-Shirt mit einem aktuellen Emblem des Freiraums bedrucken und im mobilen „Querbeet“ Pflanzensetzlinge eintopfen.

Nach dem bereits erwähnten Liedermacher mit dem Namen Ben con Cello, der wegen des guten Wetters nach draußen vor die Lagerhalle gegangen war, spielte im Saal die Osnabrücker Instrumentalband Poetry einen toll groovenden Funkmix mit Trompete und Flügelhorn als i-Tüpfelchen, The Metafiction Cabaret aus Berlin lieferte eine schrille Rockrevue, anschließend sorgten zwei Discjockeys für Musik vom Plattenteller.


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