Maiwoche mobilisiert Massen Osnabrücker auch am neunten Tag in bester Feierlaune

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Osnabrück. Freitag auf der Maiwoche: Nach acht Tagen ist die Innenstadt ohne Buden und Bühnen kaum noch vorstellbar. Obwohl das Wetter durchwachsen ist, sind schon früh ganze Gruppen unterwegs. Später am Abend bebt die Georgstraße.

Am Angers-Tag im Europadorf sorgen „L‘Adr3sse“ für den wohl außergewöhnlichsten Programmpunkt der Maiwoche. Drei junge Männer rappen über die Bühne, was das Zeug hält. Einige Zuschauer sind offenbar gezielt gekommen und jubeln. Zum Glück ist der Nikolaiort überdacht, denn kaum hat das Konzert begonnen, geht ein Gewitterschauer nieder.

Städtebotschafterin Estelle Vitour hat „L‘Adr3sse“ nach Osnabrück geholt. Sie ist stolz darauf, denn so hat sie den Musikern den ersten Auftritt im Ausland verschafft. Donnerstagabend sind sie angereist, Samstag geht es zurück nach Hause. In Frankreich hat die 2015 gegründete Band schon auf einigen Festivals gespielt, in ihrer Heimatstadt Angers ist sie inzwischen sehr populär.

Französischer Beatbox-Meister

Zur Gruppe gehört auch Sänger Alexinho, der voriges Jahr französischer Beatbox-Meister geworden ist. Er imitiert mit dem Mund, der Nase und dem Rachen Schlagzeugrhythmen, aus denen ein faszinierender Klangteppich wird. Auch ältere Semester, die Schutz vor dem Platzregen suchen, staunen und fragen sich, ob die Sache einen Haken hat.

Mit dem internationalen Programm auf dem Nikolaiort ist Claudia Ruschmeier vom Städtepartnerschaftsbüro bestens zufrieden. Die Resonanz sei durchweg sehr gut. Gerne nehmen die Besucher das Angebot wahr, Spezialitäten aus den Partnerstädten zu probieren. Am Freitag sind das blaue Schokolade, Cointreau-Bonbons, Pfirsichsirup und Liköre aus Angers. Samstag gibt es dann Jopenbier aus Haarlem in den Niederlanden.

Derweil stimmen „L‘Adr3sse“ einen weiteren Song an, der Sprechgesang dreht sich um Osnabrück. Rap ist derzeit die Musik, die junge Leute auf allen Kontinenten am stärksten miteinander verbindet. Der Stil ist in den USA genauso angesagt wie in Lateinamerika oder einer Dorf-Diskothek in Westafrika.

Mittelaltermusik verscheucht Regenwolken

Von der urbanen Jugendkultur im modernen Frankreich bis zu den Klängen des Mittelalters sind es auf der Maiwoche nicht einmal 500 Meter. Beim Hasestraßenfest haben Sonor Teutonicus die undankbare Aufgabe, auf der Bühne vor dem Schuhhaus Sunderdiek aufzutreten, während es noch regnet. Die fünf Spielleute intonieren mit Dudelsack, Trommeln und Saiteninstrumenten als zweites Stück ein spanisches Lied, in dem es um Sonne, Meer und ein schönes Mädchen geht. Vielleicht liegt es an dieser Musik, dass sich die dunklen Wolken schnell wieder verziehen.

Dass die Osnabrücker auch am neunten Maiwochentag in bester Feierlaune sind, zeigt sich am Abend unter anderem auf der Georgstraße. Auf der Bühne steht Werner Borgmann mit seiner zehnköpfigen Band. Mit einem einzigartigen Mix aus Rock, Pop und Funk schafft es die Formation wieder einmal, die Massen zu mobilisieren.

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