Wettbewerb „Klimastadt Osnabrück“ Kinder und Jugendliche präsentieren Ideen zum Umweltschutz


Osnabrück. Die Lokale Agenda 21 Osnabrück hat in Kooperation mit der Stadt einen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche ausgelobt, Thema: „Klimastadt Osnabrück“. Jetzt wurden im Museum am Schölerberg die Gewinner ausgezeichnet.

Eine Jury ermittelte die Sieger aus 20 Bewerbungen und vergab Geld- und Sachpreise in den Altersklassen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Bei den Jüngsten gewann das Projekt „Klima-Kinder“: Vorschulkinder der Kita der Helleraner Martinsgemeinde erkundeten zu Fuß die Region, gingen Müll sammeln und erstellten den Schrittzähler „Osnabrücker Pilgerpass“ – natürlich in Zusammenarbeit mit ihren Erzieherinnen. In der Altersklasse der Jugendlichen sicherte sich das Ratsgymnasium den ersten Platz mit CO2-Einsparungen durch den Verkauf von umweltfreundlichen Schulmaterialien und Restmüllvermeidung. Veranschaulicht wird der Erfolg durch das Plakat „Unser Klimaschutzbaum“.

Algenkraftstoff und Klima-Memory

Bei den jungen Erwachsenen hatte Finn Frankenberg die Nase vorn, der sich intensiv mit den Vorteilen von Algenkraftstoffen gegenüber Raps und Mais zur Kraftstoffgewinnung befasste. Sonderpreise für Einzelleistungen erhielten Jona May für ihren Klimafilm mit Tipps zu umweltschonendem Verhalten im Alltag, sowie Erstklässlerin Henriette Wohlenberg. Sie erstellte ein Klima-Memospiel, bei denen nicht gleiche Motive gesucht werden, sondern jeweils die vorbildliche Art, etwas zu tun – und das Gegenteil. Henriette erklärte das Prinzip am Beispiel der Kühlschranktür: „Man soll den Kühlschrank immer gleich wieder zu machen. Wenn man ihn offenlässt, dann geht die ganze Kälte raus.“

„Begriff Klimastadt mit Leben erfüllt“

Andrea Hein vom Umweltbildungszentrum lobte die Teilnehmer: „Den etwas sperrigen Begriff ,Klimastadt Osnabrück‘ habt Ihr mit Leben erfüllt durch Eure vielen Ideen.“ Stadtbaurat Frank Otte (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, neben dem Produzieren der Ideen sei es besonders wichtig, dass die Kinder auch ihre Eltern mit Mitmachen überzeugten: „Nervt alle Erwachsenen, die ihr kennt, damit sie das auch umsetzen. Das bringt viel mehr, als wenn wir Politiker den Leuten immer sagen, dass sie bitte daran denken sollen.“


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