Urbarn Gardening Pflanzenmarkt und Fachsimpelei bei TomatOS in Osnabrück


Osnabrück. Zum Start der Gartensaison bat die Urban Gardening-Initiative TomatOS zum Tag der offenen Tür auf ihr Geländer an der Bramscher Straße hinter Blumen Kersten. Dort gab es am Sonntag einen Pflanzmarkt, Informationen über den Verein, Rundgänge durchs Gelände sowie Musik und eine Cafeteria.

Ein Schild und viele geparkte Fahrräder in der Einfahrt von Blumen Kersten wiesen darauf hin, dass im Hof und auf dem großen Außengelände dahinter am Sonntag etwas Besonderes los war: Die Urban Gardening-Initiative TomatOS lud zum Tag der offenen Tür ein und hatte unter anderem einen Pflanzenmarkt organisiert. „Ich bin mit der Absicht gekommen, zu gucken, was die hier haben, und habe auch etwas abgegeben“, berichtete Sonja Brockmeyer mit einem Korb voller Gemüsepflanzen in der Hand. „Und, ja, ich war auch schon sehr erfolgreich“, fügte sie mit Blick auf die gerade erstandenen Tomaten, Paprika, Stangenbohnen und Zucchini hinzu.

Glückliche neue Besitzer

Mitgebracht und gespendet hatte die Hobbygärtnerin: „Eine Hängefuchsie, die auch gleich einen Liebhaber fand, und eine kleine Geranie.“ Diese rosa- und pinkfarbene Blume hatte Brockmeyer in einen kleinen Joghurtbecher gepflanzt. Und diesen Becher ließ Emma (6) nicht mehr los: „Die Blume habe ich ausgewählt, weil die Farben so schön waren“, berichtete Emma, die unter anderem mit Mika (7) auf dem Pflanzmarkt war. Die beiden Kinder passten gerade auf Kisten mit Salat und Steinpflanzen auf. „Das ist unser Depot“, rief Uta Mählmann, die selbst noch mit Tulpen und Narzissen liebäugelte: „Wir leben auf dem Land, und Narzissen mögen die Rehe nicht“, begründete sie ihre Wahl. Auf Nachfrage erklärte Mählmann zudem: „Wir sind vor allem wegen des Pflanzenmarktes hierher gekommen, denn dort bekommt man oft robuste, günstige und außergewöhnliche Pflanzen.“

Rundgang für potenzielle Mitglieder

Jutta Heinze wiederum wollte TomatOS kennenlernen und machte mit dem Vereinsvorsitzenden Ulrich Voss einen Rundgang durch die Gewächshäuser und das Freigelände. Dabei erklärte ihr Voss, sein Verein sei: „Ziemlich sponti und arnachisch. Wir wollen nicht zu viele Regeln und keine Pflichtstunden.“ Außerdem könnten Mitglieder sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland Flächen beziehungsweise Beete mieten. Und neu seien in diesem Jahr ferner Hochbeete aus alten Paletten. „Das Ganze hat für jemanden, der ökologisch denkt, richtigen Charme. Ich finde, das ist eine tolle Angelegenheit“, resümierte Heinze, die wieder anfangen möchte zu gärtnern und sich wünscht „nicht alleine dazustehen und auch mal einen netten Schnack zu halten oder Hilfe zu bekommen.“

Rahmenprogramm lädt ein

Die von Voss beim Rundgang angepriesene „neue Sitzecke zum Chillen“ sowie weitere Biergartengarnituren luden die Besucher zum Verweilen ein, und Heiner Gastmann sorgte für handgemachte Musik. Nicht nur die Berlinerin Christa Woyack hatte es sich mit Freunden gemütlich gemacht. Sie holte sich in der Cafeteria bei TomatOS-Mitglied Katharina Hinsch Kaffee und selbst gebackenen Kuchen und erklärte: „Ich habe zuhause auch Kontakt zu Urban Gardening Gruppen und schätze Initiativen von unten.“


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