Maiwoche 2017: „Die Kunden und ich“ Osnabrücker Veranstaltungstechniker über Stromausfälle auf der Maiwoche

Henning Schröer ist Veranstaltungstechniker und zusammen mit seinen Kollegen für die Strom- und Wasserversorgung auf der Maiwoche zuständig. Foto: Hermann Pentermann.Henning Schröer ist Veranstaltungstechniker und zusammen mit seinen Kollegen für die Strom- und Wasserversorgung auf der Maiwoche zuständig. Foto: Hermann Pentermann.

Osnabrück. Toilettenfrauen, Kinderbespaßer, Türsteher, Crèpe-Verkäufer – während andere feiern, sorgen viele Menschen im Hintergrund für den Spaß auf der Maiwoche. Höchste Zeit also, sie nach ihrem Tun zu befragen. Diesmal: einen Bühnentechniker.

Henning Schröer ist Meister für Veranstaltungstechnik bei der Firma Welzel Anlagen, die für die Bühnen am Markt, dem Nikolaiort und der Georgstraße zuständig sind, zudem die Strom- und Wasserversorgung der Maiwoche vom Theater bis zum Neumarkt sicherstellen und die Überdachungen am Nikolaiort und Jürgensort installiert haben.

Herr Schröer, die wievielte Maiwoche ist das jetzt für Sie?

Da muss ich kurz überlegen... Die 14., glaube ich.

Und? Ist es immer schöner für Sie geworden?

Größer auf jeden Fall. Anfangs haben wir ja nur den Herrenteichswall gemacht...

Wenn Sie in der heißen Phase des Aufbaus auf der Maiwoche arbeiten, treffen Sie vermutlich immer mal wieder Bekannte. Stört es Sie, bei der Arbeit ständig einen kleinen Schwatz halten zu müssen?

Bekannte sind nicht so das Problem. Es sind eher die Aussteller, die immer wieder auf einen zu kommen. Dieses Jahr ist die Maiwoche einen Tag eher gestartet, dadurch ist die Taktung einfach enger und wir hatten kaum Zeit für Smalltalk, das kann man aber nachholen, wenn man am ersten Abend alle Aussteller besucht und sich erkundigt, ob alles läuft.

Welchen Stecker muss ich denn ziehen, um die gesamte Maiwoche lahm zu legen?

So einen Stecker gibt es nicht, da müssten schon mehrere Trafos gleichzeitig ausfallen. Außerdem haben wir in diesem Jahr das System umgestellt, so dass jede Bude ihre eigene Sicherung hat und sich im Grunde nur selbst ausknipsen kann.

Also muss ich mir keine Sorgen machen, ungeschickt über ein Kabel zu stolpern?

Nein, zumal alle Kabel verpackt sind.

Welche Arbeiten sind auf der Maiwoche für Bühnentechniker denn besonders heikel?

Im Grunde alles, was in die Luft muss, also Kranarbeiten in der Fußgängerzone. Manche Passanten wollen einfach nicht einsehen, dass eine Absperrung nicht nur so zum Spaß da steht, sondern der eigenen Sicherheit dient.

Ist denn schon einmal etwas passiert beim Ab- oder Aufbau?

Vor drei Jahren ist einmal beim Aufbau eine Gitterbox vom Gabelstapler gefallen und hat einen Mitarbeiter getroffen. Der musste dann ins Krankenhaus und operiert werden. Es geht ihm aber wieder gut.

Gehen Sie eigentlich noch privat über die Maiwoche?

Eher weniger, da Stadtfeste nicht so mein Ding sind. Außerdem bin ich hier für viele Aussteller das erste Gesicht, das sie ansprechen, wenn irgendetwas anliegt. So richtig privat bin ich hier also eigentlich nie. Beim Hasestraßenfest wäre das schon eher möglich, da ich dort nicht zuständig bin.


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