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Konzert mit großen Emotionen Chris de Burgh herzt in Osnabrück enthusiastische Fans

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Osnabrück. Bei seinem Konzert in der Osnabrückhalle mixte der irische Sänger Chris de Burgh Songs von seinem neuen Album „A Better World“ mit vielen Hits, die er vorrangig in den 80er Jahren landen konnte.

Spätestens beim Song „Waiting For The Hurricane“ gibt es kein Halten mehr. Viele Fans erheben sich von ihren Sitzen. Es treibt sie nach vorn an den Bühnenrand, damit die ihrem Star nahe sein und sich zu den rockigen Klängen seiner Band bewegen können.

Es ist Chris de Burgh, der im Rahmen seiner „A Better World“-Tour Osnabrück einen Besuch abstattet. Trotz Eintrittspreisen zwischen 60 und 100 Euro sind im Europasaal der Osnabrückhalle nur noch wenige Plätze frei. Die Fans des irischen Musikers sollen etwas für ihr Geld bekommen: Chris de Burgh, der im kommenden Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, zeigt sich von seiner charmanten Seite, fordert das Publikum zum Tanz auf, hat aber auch jede Menge seiner mit sanfter Stimme vorgetragenen Liebesballaden im Programm.

Noch bei Stimme?

„Sie sind sicher neugierig, ob ich noch auf der Bühne stehen und singen kann“, kokettiert der poprockende Edelmann mit seinem Alter. „Lasst es uns überprüfen“, ist die Antwort, die er seinen Fans gibt. Also spitzt man die Ohren: Sollte seine Intonation in einigen Songpassagen wirklich nicht rein sein, wenn seine Stimme durch die Oktaven in den Kopfbereich gleitet? Doch schnell beweist de Burgh, dass die Unsauberkeiten wohl eher seinem Monitorsound per Knopf im Ohr geschuldet sind.

Diverse neue Songs von seinem aktuellen Album „A Better World“ mischt er mit vielen Hits, die er vorrangig in den 80er Jahren landen konnte. Rockig und zupackend geraten die aktuellen Opener „Bethlehem“ und „Chain Of Command“. Der „größten Katastrophe, die die Welt gerade aus den Fugen geraten lässt,“ widmet er den Song „Homeland“: dem Syrien-Krieg mit all seinen Folgen. Als Songwriter sehe er es als Pflicht an, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die um ihn herum passieren, sagt der in Argentinien als Sohn eines britischen Diplomaten und einer adligen Mutter geborene Ire. Aber er bleibt nicht lange so nachdenklich. Schon bald dreht seine Band wieder auf, es setzt ältere Hits, es darf geklatscht und mitgesungen werden.

Große Emotionen

Ein akustisches Intermezzo sorgt nach der Pause für große Emotionen. Der Schlagzeuger verlässt sein Drumset, um mit Congas den Rhythmus zu schlagen, die anderen Musiker sitzen auf Hockern, spielen Akustikgitarre und Stummelflügel.

Nach einer Ode an russische Vollmondnächte mit lausigem Bier und schlechtem Essen, dafür mit viel gutem Wodka, verlassen de Burghs Kollegen die Bühne. „Wofür brauche ich eine Band“, witzelt der Ire trotzig und zeigt solo zur Gitarre und am Piano, dass er ein guter Musiker und tatsächlich noch gut bei Stimme ist.

Restlos begeistert

Natürlich kehrt seine versierte Vier-Mann-Band danach wieder zurück und legt ein griffiges Fundament, das vor allem die weiblichen Fans aus der Reserve lockt. „Lady In Red“ singend begibt sich der einstige Hitlieferant mitten ins Publikum und herzt enthusiastische Fans. Mit dynamischen Live-Versionen von „Don´t Pay The Ferryman“ und „High On Emotion“ verabschiedet sich Chris de Burgh schließlich, um zu einer Zugabe auf die Bühne zurückzukehren: Ein gefühliges „Go Where Your Heart Believes“ bildet den Abschluss eines Konzerts, das die Besucher restlos begeistert.


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