Schwerpunkt Libanon Morgenland Festival 2017 gibt sein Programm bekannt

Erinnert an die Musik aus einer goldenen Ära des Libanon: Layale Chaker. Foto: Anna RakhvalovaErinnert an die Musik aus einer goldenen Ära des Libanon: Layale Chaker. Foto: Anna Rakhvalova

Osnabrück. Das Programm des Morgenland Festivals Osnabrück 2017 steht. Den Schwerpunkt bilden diesmal Musik aus dem Libanon und der musikalische Dialog zwischen Ost und West.

Der Libanon steht dieses Jahr im Fokus des Morgenland Festivals Osnabrück. Dabei treffen Musiker aus dem Orient auf Musiker aus dem Westen: Bereits im Eröffnungskonzert am 16. Juni in St. Marien begleitet in vierköpfiges Jazz-Ensemble aus den Niederlanden die Sängerin Rima Khcheich. Außerdem gehen der libanesische Sänger Rabih Laoud sowie Moslem Rahal an der Rohrflöte Ney eine musikalische Kooperation mit der Saxofonistin Anna-Lena Schnabel und dem Jazzpianisten Florian Weber ein. Fantastischer Jazzpianist: Florian Weber im Blue Note

Kooperation mit dem IfM hat sich etabliert

Bis 25. Juni hat Festivalleiter Michael Dreyer neun Konzerte aufs Programm gesetzt. Außerdem gestalten die Studierenden und die Dozenten des Morgenland Campus eine Jam-Session und ein Abschlusskonzert im Blue Note, das gleichzeitig das Morgenland Festival beschließt. Die Meisterkurse als Kooperation mit dem Institut für Musik (IfM) haben sich etabliert.


Das gilt auch für „The Art of Duo“: Beim letzten Festival hat Dreyer erstmals zwei Künstler auf der Bühne interagieren lassen. Das passiert auch diesmal: Den Anfang machen Kontrabass-Legende Renaud García-Fons und der Kemençe-Spieler Dery Türkan aus Istanbul. Eine zweite Formation besteht aus dem Darbouka- und Perkussionswunder – und Publikumsliebling – Rony Barrak und Elie Khoury an den beiden Lauten-Instrumenten Oud und Bouzouk. Die beiden versprechen tiefe Einblicke in die libanesische Musik. Weiterlesen: Das Open Air Konzert mit der Morgenland All Star Band

Einer goldenen Ära des libanesischen Kulturlebens spürt ein Projekt der Geigerin Layale Chaker nach. Nach dem die französischen Besatzer das Land 1943 verlassen hatten, prägten für anderthalb Jahrzehnte Hoffnungen und Utopien das Land. Das hat sich in der Musik niedergeschlagen, die Chaker für dieses Konzert am 18.Juni neu arrangiert hat. Mit dabei: Michel Godard, der Serpent- und Tubavirtuose.

Capella de la Torre trifft Trio Hewar

In St. Marien bringen die Capella de la Torre und das Trio Hewar Musik der frühen Neuzeit und traditionelle syrische Musik und Improvisation in einen Dialog – beim ersten Zusammentreffen der beiden Formationen beim Festival 2014 funktionierte das hervorragend. Und schließlich wird Pianist Saleem Ashkar seinen Beethoven-Zyklus beenden, der beim letzten Morgenland Festival startete. Danach das Festival nach dem Festival – allerdings im Libanon: Dort gastieren vom 28.-30. Juni der Osnabrücker Jugendchor und die Morgenland All Star Band.



Morgenland Festival 2017: 16.-25. Juni. www.morgenland-festival.com

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