Ausstellung im Hollager Hof eröffnet Neue Aquarelle von Marlis Mörker aus Bramsche

Von Christina Halbach


Wallenhorst. Eine Ausstellung mit neuen Bildern der Künstlerin Marlis Mörker wurde jetzt im Heimathaus Hollager Hof eröffnet. Aquarelle mit Blumen, Landschaften und Stillleben aus ihrem Atelier in Bramsche sind bis zum 21. Mai im Heimathaus zu sehen.

Bekannt geworden ist Marlis Mörker als „die Rosenmalerin“: Für ihre filigranen Rosendarstellungen zeichnete sie 1991 der Norddeutsche Rundfunk mit dem Preis „Die schönsten Rosenbilder“ aus. Auch in ihrer aktuellen Ausstellung finden sich ihre Lieblingsmotive, die Rosen, daneben aber auch Darstellungen von Hortensien, Lampionblumen  oder Stiefmütterchen. Doch ihr Oeuvre ist nicht auf Blumen beschränkt.  Auf Urlaubsreisen und Ausflügen in die Umgebung fängt sie regelmäßig lokale Motive in Aquarelltechnik ein: „Landschaft kann ich nicht vom Foto malen, ich muss hinfahren und sie einatmen“, erzählt die Künstlerin. Entstanden sind dabei Bilder von der Lüneburger Heide, den Kreidefelsen auf Rügen oder dem Ellerbusch in Malgarten, die auch im Heimathaus zu sehen sind.

Schicht um Schicht

Mörker nutzt Reisen auch, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Während eines Aufenthalts bei dem österreichischen Maler Heinz Hofer eignete sie sich jene Aquarelltechnik an, die ihre Bilder so besonders machen: Nach Skizze und Farbauftrag mit dickem Pinsel und viel Wasser wartet sie bis die Pigmente eingetrocknet sind und besprüht das Bild dann mit einer Wasserspritze. „Wenn die Farben zu zerfließen beginnen, fängt es an, spannend zu werden“, erklärt sie lächelnd den Prozess auf speziellem Aquarellpapier. Aus dem, was getrocknet ist, arbeite sie schließlich das Motiv heraus: Details wie Blüten oder Blätter werden durch den Einsatz von Schattenfarben konkretisiert, so dass sich eine anfänglich abstrakte erscheinende Farbfläche Schicht um Schicht zu einem konkreten Motiv entwickelt.

Licht und Leichtigkeit

Einige Ausstellungsgäste hatten sich aus Bramsche auf dem Weg gemacht, um einen Blick auf die neuen Aquarelle der Künstlerin zu werfen. Für das Ehepaar Deborah und Jochen Prüfer macht besonders „das durchscheinende Licht und die Leichtigkeit“ den Reiz der Bilder von Marlis Mörker aus, Martina Stoye sprachen „die Konturen und  starken Farben“ der Rosenbilder an. „Ihre Bilder strahlen Gemütlichkeit und Atmosphäre aus“, stellte die Vorsitzende des Heimathauses Christel Mysliworski in ihrer Begrüßung fest. Pianist Thomas Leuschner begleitete die Ausstellungseröffnung am Klavier und spielte Stücke von Chopin so „fluffig leicht“, das sie mit den filigranen Aquarellen von Marlis Mörker eine gelungene Verbindung eingingen.

Künstlerin anwesend

Die Bilder sind noch bis zum 21. Mai, jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen. Mit Ausnahme des 6. und 7. Mai wird Marlis Mörker anwesend sein und am Aquarelltisch für Fragen zur Verfügung stehen.