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27.04.2017, 17:13 Uhr KOLUMNE

EMAF in Osnabrück: Was heißt hier „push“? (3)

Von Ralf Döring


Steht in der Flut der Informationen: Tim Duvendack, einer der Organisatoren des Media Campus. Foto: Thomas OsterfeldSteht in der Flut der Informationen: Tim Duvendack, einer der Organisatoren des Media Campus. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. In unserer EMAF-Kolumne gehen wir den Dingen auf den Grund. Diesmal fragen wir: Was verstehen Sie unter „push“? EMAF-Besucher, -Künstler, -Mitarbeiter antworten. Heute erklärt Tim Duvendack den Begriff. Er ist ein Drittel des Teams, das den Media Campus organisiert hat.

Am Mittwoch haben die Studierenden in der dunklen Lounge im Kunstraum Hase29 dem EMAF gezeigt, wie man ein Festival eröffnet: Mit Party hart. Heute sitzt Tim Duvendack da und spricht über Fluch und Segen von künstlicher Intelligenz und „Machine Learning“, also dem Prozess, nach dem künstliche System aus Erfahrung lernen. Kein Wunder, der junge Mann pflegt eine ausgeprägte Leidenschaft für Philosophie und da besonders für Ethik und Ästhetik, und er studiert an der Hochschule Media und Interactiondesign. Was das ist? „Die Gestaltung von Interaktion“, sagt Duvendack. Der Begriff bleibt nebulös, aber der Mann strahlt Kompetenz aus: Der hat sicher Substanzielles zum Festivalmotto „Push“ zu sagen. Und das aus berufenem Munde: Bei diesem 30. EMAF ist Duvendack ein Mann der ersten Stunde. Ein Vertreter jener Generation, die „im Internet aufgewachsen ist.“ Deshalb verbindet er mit „push“ Informationen, die zwar unaufgefordert, dafür aber umso zahlreicher auf seinem Smartphone eintreffen. Sein Beitritt zu Whatsapp „war der Anfang vom Ende“, sagt er: Seither geht er unter in der „Flut von Informationen“. Kriterien wie wichtig oder unwichtig? Greifen nicht mehr. Das Festivalthema tobt jeden Tag auf seinem Smartphone.


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