Ole im Kletterhimmel Nachmittag mit Oles Kinderclub in der Zenit Boulderhalle

Von Kathrin Pohlmann


Osnabrück. Hoch hinaus ging es für die rund 40 Mädchen und Jungen von Oles Kinderclub. Sie durften sich einen Vormittag in der Zenit Boulderhalle in Osnabrück austoben und die Wände erklimmen.

Doch zuerst gab es eine Sicherheitseinweisung und wie jeder Sportler, mussten sich auch die Kletterfans vorher aufwärmen.

In der Pause haben die Reporterkids Jannis, Jana, Louis und Karoline den Inhaber der Boulderhalle Thomas Hofer interviewt. Was der 31-Jährige für Hobbys hat und was ihm beim Klettern schon passiert ist, das hat er den Nachwuchsreportern erzählt.

Wie alt waren Sie, als Sie das erste Mal geklettert sind?

Das ist eine gute Frage. Ich kann mich gar nicht mehr so genau erinnern. Ich muss so 20 oder 21 gewesen sein.

Was war die höchste Wand oder der höchste Berg, den Sie je hochgeklettert sind?

Ich war noch nicht auf den ganz hohen Bergen unterwegs. Der höchste Berg, auf den ich bisher geklettert bin, war die Ahornspitze in Österreich. Der ist 2970 Meter hoch.

Warum haben Sie diese Firma gegründet?

Weil ich hier studiert habe und hier nicht klettern konnte. In Osnabrück gab es keine Kletter- oder Boulderhalle und ich musste zwei- bis dreimal die Woche nach Münster fahren. Und dann fährt man so viele Kilometer durch die Gegend, nur um zu klettern. Das fand ich doof. Ich dachte mir, wenn es das hier nicht gibt und so viele Leute aber gerne klettern, warum machst du das nicht in Osnabrück?

Ist das nicht kompliziert so eine große Halle hier hinzusetzen?

Ja, das ist ziemlich kompliziert. Wir haben auch fast vier Jahre geplant, bis wir soweit waren. Das hier ist eine alte Fabrikhalle, die haben wir komplett saniert und ausgebaut.

Wann sind Sie das erste Mal hier geklettert?

Im Oktober 2013 haben wir hier Wände aufgebaut. Als die Wände dann fertig waren – da hatten wir zwar noch gar nicht geöffnet – da haben wir aber angefangen mit dem Klettern, weil wir es nicht mehr abwarten konnten.

Was ist das Wichtigste beim Klettern?

Das Allerwichtigste ist die Sicherheit. Man muss ja auf sich selber aufpassen und die Kletterpartner, damit sich keiner verletzt und alle heile nach Hause kommen.

Ist dir beim Klettern schon mal etwas passiert?

Ja, Kleinigkeiten passieren immer mal. Vor Kurzem habe ich mir den Finger ein bisschen aufgerissen. Das ist aber nicht schlimm. Einmal bin ich aber beim Seilklettern draußen abgestürzt. Ich war zwar im Seil gesichert, bin allerdings auf den Boden aufgeschlagen und habe mir den Knöchel umgeknickt.

Was war Ihr aufregendstes Erlebnis bei Ihren Klettertouren?

Das eine habe ich gerade erzählt. Wenn man abstürzt, dann ist das immer ziemlich aufregend. Dann habe ich mal eine Bergtour gemacht und dann kam plötzlich Höhennebel. Der tritt ganz schnell auf. Wir waren unterwegs und der Nebel war auf einmal so dicht, dass ich meine eigene Hand am ausgestreckten Arm nicht mehr sehen konnte. Das ist gefährlich und da mussten wir schnell wieder runter vom Berg.

Wie haben Sie dann den Weg zurückgefunden?

Mit Kompass und Karte. Handyempfang hat man da oben nicht.

Was mögen Sie am Klettern?

Erst mal macht mir das unheimlich viel Spaß. Ich probiere auch Routen aus, die richtig schwer sind und die ich nicht so leicht schaffe. Und mir macht es Spaß, dass so viele andere Leute klettern, die ich mag. Man lernt auch schnell Menschen kennen. Diese Gemeinschaft dabei finde ich gut.

Was haben Sie für Hobbys?

Meine Hobbys sind natürlich klettern, wandern, ich reise sehr gerne. Ich habe auch ein Hobby, das hat gar nicht mit Sport zu tun, und zwar spiele ich gerne Computerspiele.


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