Der Mythos von Boney M. „Daddy Cool“ in der Osnabrück-Halle

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Viele Tanz-Szenen und Hits von Frank Farian bringt das Musical „Daddy Cool“ in die Osnabrück-Halle. Foto: Joris van BennekomViele Tanz-Szenen und Hits von Frank Farian bringt das Musical „Daddy Cool“ in die Osnabrück-Halle. Foto: Joris van Bennekom

Osnabrück. „Daddy Cool“ war der Titel der ersten Hit-Single der Gruppe Boney M. Es ist auch der Titel des Musicals, das am Mittwoch, 3. Mai, in der Osnabrück-Halle gastiert.

„Daddy Cool“ erzählt eine moderne Romeo und Julia-Geschichte mit den Hits des Boney M.-Produzenten Frank Farian. Neben den Songs der berühmten Gruppe, die in den Siebzigerjahren den Disco-Sound „Made in Germany“ etablierte, erklingen auch Lieder von Milli Vanilli, Eruption und La Bouche. Alles Musik, die Frank Farian produzierte. Er soll 850 Goldene Schallplatten für weltweit 800 Millionen verkaufte Tonträger erhalten haben.

Der mittlerweile 76-jährige Farian ist eine ambivalente Figur. Er produzierte zwar eine Menge Hits, aber auch handfeste Skandale. So ließ er andere Musiker für das Duo Milli Vanilli und auch für das einzige männliche Mitglied bei Boney M., Bobby Farrell, singen. Für Milli Vanilli bedeutete die Aufdeckung dieser Tatsache das Aus. Der Mythos von Boney M. lebt bis heute.

2006 feierte das Musical mit der Musik von Frank Farian im Londoner Shaftesbury Theatre Weltpremiere. Darin wird die Geschichte von Sunny und Rose erzählt. Sie gehören rivalisierenden Tanz-Crews in London an. Beide wollen einen Tanzwettbewerb im Rasputin Nachtclub gewinnen, der von einer gewissen Ma Baker geführt wird. Hinter den Hauptpersonen steckt eine Vergangenheit voller Geheimnisse. Sie verlieben sich ineinander und schließlich wird Sunny Besitzer des Rasputin Clubs. Daraufhin ändert er seinen Namen in Daddy Cool.

In dem Musical werden Boney M.-Hits von „Mary’s Boy Child“ über „Rivers Of Babylon“ und „Rasputin“ bis zum Namensgebenden „Daddy Cool“ und anderen live interpretiert.

Regie bei „Daddy Cool“ führt Hakan T. Aslan. Er arbeitete für die Komische Oper Berlin, für das Staatstheater Kassel und das St. Pauli Theater in Hamburg. Im vergangenen Jahr war er bei den Freilichtspielen Tecklenburg für die Regie und Choreografie für „Die drei Musketiere“ und die Choreografie für „Saturday Night Fever“ verantwortlich.

Daddy Cool, Osnabrück-Halle, Osnabrück, Mi., 3. 5., 20 Uhr, Eintritt: 49,95 bis 59,95 Euro. Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung (für OS-Card-Inhaber 10 Prozent Rabatt) oder unter Kartentelefon: 0541/349024.


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