Beste Newcomerin, bester Trompeter Zwei Echo Jazz 2017 gehen nach Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Echo-Preisträger: Frederik Köster wird als bester Blechbläser ausgezeichnet, Anna-Lena Schnabel ist Newcomerin des Jahres. Fotos: Egmont Seiler/Michael GründelEcho-Preisträger: Frederik Köster wird als bester Blechbläser ausgezeichnet, Anna-Lena Schnabel ist Newcomerin des Jahres. Fotos: Egmont Seiler/Michael Gründel

Osnabrück. Saxofonistin Anna-Lena Schnabel und Trompeter Frederik Köster werden in diesem Jahr mit einem Jazz-Echo ausgezeichnet. Damit haben zwei von 22 Preisträgern einen engen Osnabrückbezug: Keine schlechte Ausbeute.

In 22 Kategorien wird der Jazz-Echo vergeben. In diesem Jahr haben zwei Preisträger eng mit Osnabrück zu tun: Die Saxofonistin Anna-Lena Schnabel und der Trompeter Frederik Köster. Zwei von 22: kein schlechter Schnitt für den Jazz-Standort. Weiterlesen: Letztes Jahr wurde die IfM-Studentin Natalia Mateo mit einem Echo ausgezeichnet

Echo-Gala am 1. Juni in Hamburg

Anna-Lena Schnabel hatte sich schon zweimal in die Endrunde des Jungen deutschen Jazzpreises im Blue Note gespielt. Diese doch recht lockere Bindung an Osnabrück hat sie zwischenzeitlich intensiviert: Sie wohnt mittlerweile in Osnabrück. Ihr wird auf der Gala-Veranstaltung am 1. Juni auf dem Werftgelände von Blohm+Voss im Hamburger Hafen der Echo in der Katgeorie „Newcomer“ für ihr Album „Books, Bottles & Bamboo“ verliehen.

Der zweite diesjährige Echo-Gewinner mit Osnabrückbezug heißt Frederik Köster: Der Trompeten-Professor der Jazzabteilung im Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) wird als bester Blechbläser national ausgezeichnet. Er erhält den Echo für sein Album „Canada“, ein Duo-Album, das er mit dem Pianisten und Komponisten Sebastian Sternal eingespielt hat. Offenbar hat die Jury dabei besonders gut hingehört, denn für Köster sticht dieses Album aus seiner Diskografie heraus. „Es ist etwas Besonderes, eben weil es meine erste Duo-Platte ist“, sagt er. Allein die Aufnahmesessions waren „intensiver als bei anderen Aufnahmen“: Köster und sein Duopartner Sternal waren für die Aufnahmen eigens nach Kanada geflogen, um eine Woche lang jeden Tag im Studio zu arbeiten. „Wir waren in den Rocky Mountains wandern, sind das wieder ins Studio“, sagt Köster: „Wir waren raus aus dem Alltag“. Deshalb klinge das Duo-Album „intensiver als andere Aufnahmen“, sagt Köster. „Man hört mehr von der Person.“ Weiterlesen: Sebastian Sternal und Frederik Köster stellen im Blue Note ihr Album „Canada“ vor

Köster steht jetzt auf zwei Echo-Beinen

Unabhängig davon geht mit dem „Echo“ immer ein Popularitätsschub einher. „Das ist eine Aufmerksamkeit, die man gebrauchen kann“, sagt Köster. Er profitiert übrigens bereits zum zweiten Mal von dieser Aufmerksamkeit: 2010 verlieh ihm die Jury den allerersten Jazz-Echo der Kategorie „Blechbläser national“ überhaupt. Ein Umstand, den Köster recht lapidar kommentiert: „Auf einem Bein steht man schlecht.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN