Projekt „Zukunft bilden“ Osnabrücker Firma Titgemeyer setzt auf junge Talente


Osnabrück. Die beiden Brüder Adolf und Fritz Titgemeyer gründeten 1901 das gleichnamige Unternehmen, das heute seinen Hauptsitz im Osnabrücker Fledder hat. Christin Knüppe und Klaas Kolkmeyer machen derzeit dort ihre Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau und berichten im Rahmen des Projektes „Zukunft bilden“ darüber.

Während Kolkmeyer über eine Internetrecherche schnell auf Titgemeyer als Arbeitgeber gestoßen war, kam Knüppe über heutige Kollegen zu ihrem Ausbildungsplatz. Beide hatten vorher die Fachoberschule Wirtschaft besucht und bewarben sich ganz klassisch in Papierform. Dennis Dierker, Personalleiter von Titgemeyer, erklärte: „Bewerbungen für Ausbildungsplätze erhalten wir oft noch in Papierform. Wichtig ist uns, dass die Leute individuelle Bewerbungen selbst schreiben.“ Außerdem achte er darauf, dass alles formal sauber sei – also beispielsweise der Adressat stimme. Wer diese erste Hürde erfolgreich nimmt, wird von der Firma Titgemeyer zum Vorstellungsgespräch und Test eingeladen.

Was Auszubildende mitbringen sollten

Einen kleinen Vorteil in der Ausbildung hätten beide durch ihr Wirtschafts-Abitur, fanden Knüppe und Kolkmeyer, die als wichtige Eigenschaften für ihren Job Kontaktfreude, Organisationstalent und Teamfähigkeit nannten. Dierker wiederum betonte: „Auszubildende bei Titgemeyer sollten sich für die Produktwelt des Unternehmens begeistern können“. Damit sie diese schnell kennenlernen, sei die erste Station aller Auszubildenden das Lager. Davon abgesehen würde für die Firma das Exportgeschäft immer wichtiger werden, und in diesem Bereich sei natürlich eine Affinität zu Sprachen sinnvoll. Neue Tochterunternehmen hat Titgemeyer übrigens gerade in Polen und der Türkei gegründet. Ansonsten ist die Firma in England, Skandinavien, Österreich und den Beneluxstaaten vertreten. „Mir gefällt an meiner Ausbildung, dass es keine klassische Büroausbildung ist, sondern ein guter Mix mit viel Abwechslung“, resümierte Kolkmeyer: „Wir haben viel Kundenkontakt und arbeiten auch international“.

Die Azubi-Welt von Titgemeyer

26 Auszubildende arbeiten aktuell bei Titgemeyer. Vier werden zu Fachkräften Lagerlogistik ausgebildet, 21 lernen den Beruf der Groß- und Außenhandelskaufleute und einer absolviert eine Ausbildung als Informatikkaufmann. Für alle gibt es jeden Dienstag betrieblichen Unterricht. Davon abgesehen können kaufmännische Auszubildende die Zusatzqualifikation „Europa-Kaufmann/-frau“ erwerben. Außerdem gäbe es bei Titgemeyer für Azubis unter anderem mittags einen „Azubi-Stammtisch“ und Azubifeiern für die Neuen, berichteten Knüppe und Kolkmeyer, die beide mittels Firmen-Fahrgemeinschaften zur Arbeit kommen. Knüppe trifft sich beispielsweise immer mit anderen Azubis in Bramsche: Alle machen eine Ausbildung bei Titgemeyer, aber alle lernen verschiedene Berufe.

Zukunftschancen bei Titgemeyer

Für Knüppe und Kolkmeyer gilt wie für alle anderen Auszubildenden bei Titgemeyer: Die Übernahmequote ist sehr hoch. „Wir bilden unsere Fachkräfte von Morgen aus“, berichtete Dierker. Was die Weiterbildung angehe, setze das Unternehmen auf individuelle Lösungen.

Und was möchten Knüppe und Kolkmeyer nach der Ausbildung machen? Beide favorisieren derzeit eine Stelle im Vertrieb von Titgemeyer: „Ich im Bereich Befestigungstechnik“, erklärte Kolkmeyer. Knüppe sagte: „Ich finde Fahrzeugbauteile noch interessanter“.


„Zukunft bilden“ ist eine Bildungsinitiative für Auszubildende, die von Firmen und Institutionen aus der Region unterstützt wird. Ein Jahr lang bekommen die Teilnehmer die Neue OZ oder eine ihrer Regionalausgaben als Abo kostenlos nach Hause geliefert und erhalten die Chance, ihr Allgemeinwissen zu verbessern. Dies können sie beim wöchentlichen Zeitungsquiz unter Beweis stellen und tolle Preise gewinnen. Vielfältige Begleitveranstaltungen sowie Frühstücksrunden in den Unternehmen vervollständigen das Konzept. Weitere Informationen zur Initiative „Zukunft bilden“ gibt es bei Alexander Wieland unter der Telefonnummer 0541/310-257 oder im Internet.

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