Gesang als Lebensaufgabe Musikwelt der Region Osnabrück trauert um Manfred Golbeck

Mit 76 Jahren verstorben: Manfred Golbeck. Foto: Claudia Kayser-KadereitMit 76 Jahren verstorben: Manfred Golbeck. Foto: Claudia Kayser-Kadereit

Osnabrück. Manfred Golbeck war Sänger, Dirigent und ein beliebter Pädagoge. Er bildete Studierende aus und arbeitete mit Laienchören. Am 12. April ist Golbeck verstorben.

Manfred Golbeck zählt zu den Menschen, die das kulturelle, speziell das musikalische Leben der Region Osnabrück geprägt und bereichert haben. Der studierte Kirchenmusiker und Opernsänger am Bremer Goetheplatz-Theater hat den Kammerchor der Universität gegründet, er hat den Universitätschor geleitet und mit Kompetenz und Liebenswürdigkeit Generationen von Musiklehrern die Kunst der Chorleitung vermittelt. Auch hat er die „Universitätsmusik“ mit innovativen Konzepten geprägt.

Leidenschaft ohne Berührungsängste

Golbeck lebte für den Gesang. Berührungsängste waren ihm fremd: Der Operette widmete er sich mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie dem Kunstlied, geistliche Chormusik und Oper pflegte er mit der Leidenschaft, die er auch für die Revue empfand. Und Laien profitierten genauso von seiner Kompetenz wie seine Studierenden: Ein Jahrzehnt lang leitete er den Männerchor Hagen. Oder er wirkte als Bassa Selim und gleichzeitig als Moderator mit, als das Orchester der Osnabrücker Musikfreunde das Mozartjahr mit einer Aufführung der „Entführung aus dem Serail“ feierte. Vor allem aber begegnete er den Menschen mit Freundlichkeit und Offenheit. Durch einen tragischen Unfall wurde er vor längerer Zeit aus dem musikalischen Leben der Region gerissen; am 12. April verstarb Manfred Golbeck nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren.


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