Rewe-Filiale an Bohmter Straße Einbruch in Supermarkt: 25-Jähriger vor Gericht

Vor dem Jugendschöffengericht hat der Prozess gegen einen 25-Jährigen und einen 20-Jährigen begonnen, denen ein Einbruch in den Rewe-Markt an der Bohmter Straße zur Last gelegt wird. Symbolfoto: ColourboxVor dem Jugendschöffengericht hat der Prozess gegen einen 25-Jährigen und einen 20-Jährigen begonnen, denen ein Einbruch in den Rewe-Markt an der Bohmter Straße zur Last gelegt wird. Symbolfoto: Colourbox

Osnabrück. Ein heute 25-Jähriger wird beschuldigt, gemeinsam mit einem 20-Jährigen in einen Osnabrücker Supermarkt eingebrochen zu sein. Der Prozess begann am Mittwoch vor dem Jugendschöffengericht. Die Frage: Inwiefern war der Beschuldigte beteiligt?

Tatort war die Rewe-Filiale an der Bohmter Straße. Laut Anklage haben die Männer am 14. September 2016 um vier Uhr morgens mit einer Eisenstange das Rolltor aufgebrochen, eine Schreibe zerschlagen und sind dann in das Warenlager eingestiegen. Da sie von der Polizei überrascht wurden, ließen sie die Beute zurück: Tabakwaren im Wert von über 600 Euro. Die Staatsanwaltschaft sprach dabei von einem „gemeinsamen Tatplan“.

Die Aussage des Angeklagten

Der Angeklagte bestritt seine Beteiligung. Er schildert den Vorfall so: Ab 20 Uhr habe er mit seinem mutmaßlichen Komplizen und drei weiteren Personen im Schlossgarten mehrere Flaschen Korn getrunken. Auf dem Weg zur Wohnung des Angeklagten sei der 20-Jährige zur Rewe-Filiale vorgelaufen. Er kündigte nach Angaben des Beschuldigten an, in den Supermarkt „einsteigen“ zu wollen, wovon der damals 24-Jährige ihn hätte abhalten wollen. „Aber er hat nicht auf mich gehört“, sagte der Angeklagte.

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Sein Freund sei dann in das Warenlager eingedrungen, während er im Verladebereich geblieben sei. Als die Polizei anrückte, habe er die Flucht ergriffen. „Dabei bin ich kurz eingenickt, weil ich so viel Alkohol getrunken hatte.“ Auf Nachfrage gab der Beschuldigte zu, zu der damaligen Zeit auch Speed konsumiert zu haben. Wo sich die restlichen Personen während des Vorfalls befunden hätten, wisse er nicht mehr.

Zeuge will Beschuldigten entlasten

Daran konnte sich allerdings der 20-Jährige erinnern, der aus der Justizvollzugsanstalt in Handschellen als Zeuge vorgeladen wurde: „Ich habe den anderen gesagt, dass sie warten sollen.“ Ungenauer war seine Wiedergabe der nächtlichen Wortwechsel: Zunächst konnte sich der junge Mann nicht erinnern, ob er den Angeklagten über seinen Einbruchsplan aufklärte und ob der ihn davon abhalten wollte.

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Dann sagte er, dass er seinem Freund nichts gesagt habe und dieser auch nicht im Warenlager gewesen sei. „Ich weiß nicht, was er überhaupt hier vor Gericht macht“, wunderte sich der 20-Jährige. Schließlich habe er den Angeklagten schon im Vorfeld entlastet. Da ein weiterer Zeuge dem Prozess unentschuldigt fernblieb, wurde ein neuer Verhandlungstermin angesetzt. Mittlerweile wurde gegen den Beschuldigten eine weitere Anklage erhoben: Er soll einen Kontoauszugsautomaten umgeworfen haben.

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