„Kammermusik ist wie Luft zum Atmen“ Pianistin Julia Okruashvili spielt erstmals bei Classic con brio

Von Jan Kampmeier

Julia Okruashvili. Foto: Mischa Blank PhotographyJulia Okruashvili. Foto: Mischa Blank Photography

Osnabrück. Die Pianistin Julia Okruashvili kommt dieses Jahr das erste mal zum Festival Classic con brio nach Osnabrück und freut sich auf viele musikalische Begegnungen.

Die junge Pianistin Julia Okruashvili ist gerade nach Mainz gezogen, sie unterrichtet gleich an drei Hochschulen: In Köln, Frankfurt und Mainz. Sie ist dieses Jahr zum ersten Mal bei Classic con brio dabei, dafür wird sie aber auch für die gesamte Dauer des Festivals in Osnabrück bleiben. Bereits am Freitag spielt sie mit im Eröffnungskonzert, zum Beispiel „Le boeuf sur le toit“ von Darius Milhaud. Das Werk hat Julia Okruashvili extra für Classic con brio neu einstudiert und freut sich schon darauf: „Diese Musik ist großartig, ich weiß nicht, warum sie in Deutschland so selten gespielt wird.“

Neu ist für sie auch das Klaviertrio von Chopin, das am Sonntag auf Schloss Ippenburg auf dem Programm steht: „Das macht einen wahnsinnigen Spaß als Pianist, das ist unglaublich schön geschrieben und sehr poetisch. Es ist fast ein kleines Klavierkonzert.“

Julia Okruashvili freut sich außerdem zum Beispiel auf Beethovens Kreutzersonate oder das Trio von Ravel, zwei Werke, die sie immer wieder gerne spielt. Denn die Pianistin liebt Kammermusik ganz besonders, und sagt, sie brauche sie zum Leben fast wie Wasser oder die Luft zum Atmen. Es geht ihr vor allem darum, gemeinsam mit musikalischen Partnern etwas zu kreieren: „Es ist die Kommunikation zwischen Menschen, die Musik machen. Man muss sehr spontan sein, man muss aufeinander reagieren. Besonders wenn man sich noch nicht so gut kennt.“

Einige der anderen Classic con brio-Künstler kennt die Pianistin aber schon: „Ich kenne Blanca Gleisner sehr gut, weil ich bei ihrem Festival in Aachen gespielt habe. Ich kenne auch Karolina Weltrowska, wir haben schon miteinander gespielt und haben zusammen in Frankfurt studiert. Als Musiker kennt man sich eben, die Welt ist doch klein. Ich freue mich aber auch darauf, dass ich neue Musik-Freunde kennen lernen kann.“


„Classic con brio“ startet am Freitag, 21. April, zum Thema „Paris – Ein Fest fürs Leben“ mit Julia Okruashvili, die Pianistin spielt auch beim Konzert auf Schloss Ippenburg, Bad Essen, Sonntag, 23. April, 16 Uhr, Karten gibt es bei allen NOZ-Geschäftsstellen, bei der Tourist-Info Osnabrück und bei allen üblichen Vorverkaufsstellen. Karten an der Theaterkasse: Tel. 0541/7600076.

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