Nicht mehr zu retten Der Dreiecksbrunnen in Osnabrück wird abgerissen

Von Wilfried Hinrichs

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Der Bahnhofsbrunnen vor dem Hotel Advena wird kommendeWoche abgerissen. Foto: Jörn MartensDer Bahnhofsbrunnen vor dem Hotel Advena wird kommendeWoche abgerissen. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Der dreieckige Brunnen auf dem Bahnhofsvorplatz in Osnabrück wird abgerissen. Die Abrissarbeiten beginnen am Dienstag nach Ostern und sollen am Freitag beendet sein. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Der Brunnen mit der faszinierend glatten Wasseroberfläche war im Jahr 2000 im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes errichtet worden. Der Betrieb musste allerdings Ende 2014 wieder eingestellt werden, weil durch Undichtigkeiten im Rohrsystem Wasser austrat. Da die undichten Rohre seinerzeit überwiegend innerhalb der Betonfundamente und der Sohlplatte verlegt worden waren, ist eine Reparatur nur unter großem Aufwand möglich, sodass die Kosten einem Neubau des Brunnens gleichkommen würden. Dies ist angesichts der Haushaltslage der Stadt Osnabrück nicht darstellbar, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Es hatte in den vergangen Jahren mehrere Anläufe gegeben, den Brunnen zu retten. Auch Architekt Helge Bofinger, der die Urheberrechte besitzt, hatte sich grundsätzlich mit einer Umwandlung einverstanden erklärt.

Unklar ist noch, wie die Fläche in Zukunft genutzt werden kann. Der Betreiber des benachbarten Hotels Advena, Horst Strasser, bekundete schon vor Monaten Interesse, den trockenen Brunnen für eine ganzjährige Außengastronomie zu nutzen.

Zunächst werde am Dienstag, 18. April, die Baustelle eingerichtet, teilte die Stadt mit. Die Fläche werde abgesperrt und gesichert. Die eigentlichen Abbrucharbeiten sollen am Mittwoch gegen 9 Uhr beginnen – „aus Rücksichtnahme auf die anliegenden Hotels“, wie es in der Mitteilung heißt.

Dabei werden die Betonteile des ehemaligen Wasserbeckens mit einer Betonschere gebrochen, stückweise verladen und abtransportiert. Auf diese Weise werden Schall und Staubemissionen reduziert. Die frei werdende Fläche solle dann möglichst zeitnah gepflastert werden.


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