Spontantexte mit Obertongesang Jens Thomas gastierte mit „Impro-Pop“ in Osnabrück

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Impro-Pop mit Jens Thomas. Foto: Egmont SeilerImpro-Pop mit Jens Thomas. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Speziell sind die Lieder, die Jens Thomas im Rahmen seines Programms „Impro-Pop“ am Flügel entwirft. Das Publikum hörte gefesselt zu.

Was singt Jens Thomas da? Im Saal der Lagerhalle hört man die Textzeile „Alles auf Anfang“ und denkt: Ist das von Glasperlenspiel. Oder von Max Giesinger? Nein. In solche Popgefilde würde sich Jens Thomas niemals begeben. Auch als er später „Freiheit“ skandiert, ist das kein Lied von dem gerade mit einem Echo ausgezeichneten Marius Müller Westernhagen. Nein, es sind Texte, die der Musiker sich offenbar spontan ausdenkt. Aber warum hat er dann einen Zettel auf dem Flügel liegen: „Das ist meine Liederliste“ sagt er. Und beschreibt das „Rezept“ des Abends: „Die Lieder, die sich melden, sind dran.“

Performativ geht er die Songs an, die sich melden. Mal leitet er sie gestisch ein, mal praktiziert er mimikreich Atemübungen, mal begleitet er sich rhythmisch: eine Hand am Flügel, eine Hand auf einer Trommel, die er neben sich stehen hat. Er singt sanft oder wispert so leise, dass man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören könnte. Dann steigert er sich, verfällt in ein intensives Falsett, fügt Obertongesang ein, brüllt auch schon mal los, um dann wieder akustisch in sich zusammenzufallen. „Bis es soweit ist, bleib ich einfach im Garten“ singt er dann.

Wenn er mit dem Schauspieler Matthias Brandt zusammen auf Tour geht, um Texte zu vertonen, sind die Säle in der Regel gut besucht. Für sein „Impro-Pop“-Programm in der Lagerhalle konnten sich allerdings nur wenige Fans begeistern.


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