Findige Grundschüler Franz-Hecker-Schule gewinnt den „Tüftel-Tiger 2017“

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Osnabrück. Schon zum fünften Mal hatte das Ratsgymnasium Grundschüler der dritten und vierten Klassen zum Wettbewerb „Tüftel-Tiger“ eingeladen. In sechs verschiedenen Versuchsanordnungen mussten die jungen Teilnehmer technisches Geschick und logisches Denken unter Beweis stellen. Am Ende holte das Team der Franz-Hecker-Schule den Siegerpokal.

Silas, Maximilian, und Finja von der Franz-Hecker-Schule holten im Wettbewerb die meisten Punkte, dicht gefolgt von Emilyan, Ninette und Max von der Grundschule Voxtrup und Lena, Jasper und Tobias von der Grundschule Eversburg auf dem dritten Platz.

Insgesamt stellten sich 35 Schüler aus zwölf Osnabrücker Grundschulen den Aufgaben, die Wettbewerb-Initiator Robert Stutzenstein sich für sie ausgedacht hatte. Hennes, Merle und Paula von der Grundschule Atter fingen mit dem Experiment „Die langsame Kugel“ an: Dabei galt es, einen durchsichtigen Plastikschlauch so zurechtzulegen, dass eine Kugel möglichst langsam durch ihn hindurchrollt. „Wir brauchen mehr Loopings“, meinte Merle und legte den Schlauch in Schlaufen. Doch beim nächsten Versuch blieb die Kugel auf halbem Wege liegen. Also musste das Gefälle wieder steiler werden, damit die Kugel mehr Schwung bekam. Am Ende galt die beste Durchlaufzeit, die von den Betreuern aus dem Ratsgymnasium gemessen wurde.

Eine wahre Geduldsprobe

Rojan, Lea und Mathilda von der Altstädter Schule widmeten sich unterdessen in stiller Konzentration der Aufgabe „Entknote die Kugelkette“, bei der vielfach verknotete, jeweils fünf Meter lange Kugelketten entwirrt werden mussten. Dafür hatten sie zehn Minuten Zeit. Mit Ruhe und Geschicklichkeit gelang es ihnen gleich mehrere hintereinander zu entknoten und so eine Menge Punkte zu holen.

Ähnlich einfach fanden Oskar und Theo von der Drei-Religionen-Schule die Aufgabe „Brückenbauer“, bei der ein Blatt Papier so gefaltet werden musste, dass es als stabile „Brücke“ zwischen zwei Holzkästchen ein Gewicht halten konnte. Ganz klar: Das Blatt musste möglichst oft „im Zickzack“ gefaltet werden, damit es hält.

Kniffliger war da die Aufgabe „Nudeln zählen“, bei der die Kinder herausfinden mussten, wie viele Nudeln sich in einem Glas befinden. Ausschütten und zählen war natürlich verboten. Als mehr oder weniger hilfreiche Hilfsmittel standen ein paar extra Nudeln, ein leeres Glas, ein Lineal, eine Waage, ein Taschenrechner, ein Luftballon und ein Thermometer bereit.

Auf Erfindungsreichtum angewiesen

Emilyan, Max und Ninette von der Grundschule Voxtrup diskutierten wild und lautstark über die richtige Anzahl. „Schüler die schon weiter in Mathe sind, würden einfach das volle Glas, das leere Glas und ein paar Nudeln abwiegen und dann die richtige Anzahl hochrechnen“, erklärte Physiklehrer Stutzenstein. Grundschüler können das aber noch nicht, weshalb sie auf ihren Erfindungsreichtum angewiesen seien.

Der Anteil an Jungen und Mädchen beim Wettbewerb war weitgehend ausgeglichen. „In diesem Alter sieht das noch anders aus als später in den Physik- und Mathe-Leistungskursen“, bemerkte Stutzenstein am Rande.

Für die Sieger des Wettbewerbs gab es am Ende des Forschernachmittags neben einer Urkunde ein Bastel- und Experimentierset zu Hause. Die VME-Stiftung Osnabrück ist Sponsor des „Tüftel-Tiger“-Wettbewerbs.


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