„Spieltriebe“ in Osnabrück Thema ist dieses Jahr „Macht*Spiel*Geschlecht“

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Präsentieren das Festival-Plakat (im Halbkreis v. links): Maria Schneider, Elisabeth Zimmermann, Ralf Waldschmidt, Lorenz Hofhaus, Matthias Köhn und Jens Peters. Foto: Jörn MartensPräsentieren das Festival-Plakat (im Halbkreis v. links): Maria Schneider, Elisabeth Zimmermann, Ralf Waldschmidt, Lorenz Hofhaus, Matthias Köhn und Jens Peters. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Eine erste Pressekonferenz zum 7. Festival „Spieltriebe“ am Osnabrücker Theater informierte über das inhaltliche Motto „Macht*Spiel*Geschlecht“ und die zwölf Neuproduktionen. Hauptsponsor ist die Oldenburgische Landesbank mit 20 000 Euro.

Eine Pressekonferenz mit ersten Informationen zum Osnabrücker Festival „Spieltriebe“ gab Theaterintendant Ralf Waldschmidt Gelegenheit, der Oldenburgischen Landesbank in Person von Lorenz Hofhaus von der Geschäftsführung zu danken. Als Hauptsponsor fördert die OLB-Region Osnabrück-Diepholz das 7. Festival für zeitgenössisches Theater vom 1. bis 3. September mit 20000 Euro.

„Macht*Spiel*Geschlecht“, das Motto von zwölf Neuproduktionen, will sich damit auseinandersetzen, wie Männer, Frauen und alle, die sich dazwischen definieren, begehren und sich und ihre Sexualität verstehen, so Festivalleiterin Maria Schneider in den Räumen der OLB. Auch wenn das Thema jeden Zuschauer angehe, sei es gerade jetzt, während Kulturen aufeinanderprallten, wieder hoch politisch, so Waldschmidt.

Politisch wird denn auch der gemeinsame Auftakt für die fünf Festivalrouten im Theater am Domhof. „Valerie Solanas, Präsidentin von Amerika!“ nimmt den westlichen Feminismus seit den 60er-Jahren in den Blick.

Einer der neuen Spielorte ist das Gelände des Stahlverarbeiters IAG Magnum, dort werden mit „Stage Love“ lyrische Werke von männlichen und weiblichen Autoren inszeniert.

Politisches bei der Eröffnung

Stefan Hornbach ist als Autor und Spieler in „Die Zauberin von Oz“ des Berliner Kollektivs mit von der Partie. In der Winkelhausenkaserne wird Ira Levins Roman „Die Frauen von Stepford“ dramatisiert, in dem Männer sich ihre Frauen als Automaten halten. Schwarzhumorig kommt dort Sibylle Bergs Mutter-Tochter-Drama „Und dann kam Mirna“ daher.

Um Transgenderprobleme zwischen Vater und Sohn geht es in „Dienstags bei Kaufland“. Rechercheprojekte mit Osnabrückbezug sind „Ins Blaue“ zur Theatergeschichte und das Transexualitätsstück „I Am A Bird Now“. Das Kinder- und Jugendtheater „Oskar“ liefert mit „Die kleine Meerjungfrau“ seinen Beitrag zum Festivalthema. Und das Musiktheater mit der Musikinstallation „Haupt der Medusa“, die kurze musikalische Ereignisse von Mannheimer Kompositionsstudierenden bereithält. Die Dance Company gestaltet nicht nur das Festivalfinale, sondern ist auch querbeet an den Produktionen beteiligt und zeigt mit „In Counter Begegnung“ in den Räumen des Kunstvereins „Hase 29“ eine Choreografie der früheren Osnabrücker Tänzerin Vasna Aguilar.


Der Vorverkauf zu den „Spieltrieben“ beginnt am 31. Mai. Kartentel. 0541/ 7600076.

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