Stelle im Willkommensbüro für Flüchtlinge Diskriminierung? Schwerbehinderte klagt gegen Gemeinde Ostercappeln

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Eine schwerbehinderte Frau sieht sich von der Gemeinde Ostercappeln benachteiligt. Sie hatte sich vergeblich als Mitarbeiterin im Willkommensbüro beworben. Foto: Michael GründelEine schwerbehinderte Frau sieht sich von der Gemeinde Ostercappeln benachteiligt. Sie hatte sich vergeblich als Mitarbeiterin im Willkommensbüro beworben. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Ist eine Frau nicht zu einem Vorstellungsgespräch für eine Stelle in der Gemeinde Ostercappeln eingeladen worden, weil sie schwerbehindert ist? Die Gemeinde verneint das: Die Frau habe sich zuvor über eine Bevorzugung von Flüchtlingen beschwert und sei deshalb für die Stelle im Willkommensbüro für Asylbewerber nicht geeignet.

Der Fall wird am Dienstag vor dem Osnabrücker Arbeitsgericht verhandelt. Die schwerbehinderte Frau klagt auf eine Entschädigung in Höhe einer dreifachen Monatsvergütung. Sie sei nicht zu einem Vorstellungsgespräch für eine Stelle im Willkommensbüro für Flüchtlinge und Asylbewerber eingeladen worden, weil sie schwerbehindert sei.

Die Gemeinde streitet das ab. Die Frau sei für die Stelle im Willkommensbüro nicht geeignet, da sie sich zuvor über die angebliche Bevorzugung von Flüchtlingen beschwert habe. Die Klägerin habe es nach vorangegangenen Verhandlungen über ihren eigenen Anspruch auf Sozialleistungen als ungerecht empfunden, dass die Gemeinde Asylbewerbern und Flüchtlingen vorrangig Wohnraum zuordne und die Klägerin darunter zu leiden habe. Zudem ist die Gemeinde Ostercappeln der Ansicht, die Schwerbehinderung sei durch die Klägerin im Bewerbungsschreiben nicht ausreichend kenntlich gemacht worden und sei deshalb übersehen worden.


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