Mit Musik Vorfreude geweckt Frühlingskonzert der Montessori-Schule mit Gästen

Coole Rapper: Die Klasse 9b der Montessori-Schule beim Frühlingskonzert. Foto: Elvira PartonCoole Rapper: Die Klasse 9b der Montessori-Schule beim Frühlingskonzert. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Rap, Tanz, Solo- und Chorgesang sowie unterschiedliche Livemusik: Gewohnt vielfältig und kurzweilig war auch das diesjährige Frühlingskonzert der Montessori-Schule.

Es ist eine langjährige Tradition, in der Aula der Förderschule an jedem Donnerstag nach dem kalendarischen Frühlingsanfang gemeinsam mit Gästen aus jeweils einer anderen Schule die wärmere Jahreszeit zu begrüßen – und was wäre da geeigneter als Musik, die „schönste Frühlingsenergie“, mit der man „Freude, Fröhlichkeit und Sehnsucht“ ausdrücken kann, wie Schulleiterin Annette Geiger bei ihrer Begrüßung betonte. Nicht nur die Dekorationen des schuleigenen Projektes „Haus und Hof“ weckten darüber hinaus die Vorfreude auf das Osterfest, auch wenn die anstelle eines Eintritts erbetenen Spenden diesmal in die Projektwoche mit dem Thema „Reisen in die Vergangenheit“ fließen werden.

Musik-Mix und Cocktails

Fünf quirlige „Monte-Girls“ eröffneten den bunten Strauß mit „Moving On Up“, nagelneuen, vom Förderverein finanzierten gelb-blauen Pompons und einer selbstbewussten Cheerleader-Choreografie, bei der sie am Ende den Jungs klarmachten: „I Ain’t Your Mama“. Das coole halbe Dutzend der Klasse 9b übte sich anschließend überzeugend mit einem selbst getexteten Rap in der Kunst des Sprechgesangs. Auf der Bühne zu Gast waren diesmal nicht nur Schüler, sondern auch zwei Lehrer des Gymnasiums Ursulaschule, die im Straßenmusiker-Stil als Akustik-Duo Monkey Business mit harten Gitarrenanschlägen und einer Handvoll fetziger Coverversionen von Mando Diao über Lenny Kravitz bis hin zu Extreme das Publikum in die Pause rockten, wo unter anderem selbst gemachte alkoholfreie Cocktails serviert wurden.

Danach überraschten Ursulaschüler in der Stärke einer Fußballelf nicht nur ihre Lehrer, als sie mit dem ersten öffentlichen Auftritt der erst vor einem halben Jahr gegründeten Schülerband „Roaring Silence“ das gesamte Auditorium mitrissen. Ganz ohne professionelles Stimmtraining erwiesen sich dabei die vier Gesangssolisten als wahre Naturtalente und die Musiker am E- und Kontrabass, E- und Akustikgitarren, Schlagzeug und Keyboard bis hin zum energiegeladenen Liquido-Hit „Narcotic“ als harmonisch treibende Kraft.

Wahre Größe

Mit voller Stimmgewalt sorgte schließlich der hauseigene, bunt gemischte Montessori-Schulchor unter der Leitung von Musiklehrerin Claudia Lühker ausgehend von der „Straße ohne Träume“ für einen buchstäblich großartigen Abschluss des diesjährigen Frühlingskonzerts. Als sie am Ende alle gemeinsam „Die Welt ist klein und wir sind groß“ sangen, mochte man das gern glauben. Zuvor brach Bent Ole Hellwig frei nach Kay One und als „Kunstfigur“ stilecht mit Kapuze und Goldkette rappend „die Herzen aller Mädchen“. Gemeinsam mit Schülersprecher Muhammed Ali und Lehrerin Diana Kolberg moderierte er den einmal mehr frühlingserweckenden Abend. Als einmal wegen technischer Probleme eine Umbaupause etwas länger geriet, sagte er: „Wenn man Spaß haben will, muss man auch mal etwas länger warten können“. Nun aber kann der Frühling kommen.


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