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„Einschüchterungsversuche“ Peta kritisiert Osnabrücker CDU und FDP nach Angelverbot

Von Jörg Sanders

Die Tierrechtsorganisation Peta wirft der Osnabrücker CDU und  FDP, die Jugendpflege einzuschüchtern. Diese hatte eine Angelaktion aus ihrem Programm genommen. Symbolfoto: Archiv: Uwe LewandowskiDie Tierrechtsorganisation Peta wirft der Osnabrücker CDU und FDP, die Jugendpflege einzuschüchtern. Diese hatte eine Angelaktion aus ihrem Programm genommen. Symbolfoto: Archiv: Uwe Lewandowski

pm/yjs Osnabrück. Die Tierrechtsorganisation Peta wirft der Osnabrücker CDU und FDP vor, die Jugendpflege Osnabrück einzuschüchtern. Diese hatte eine Angelaktion aus ihrem Ferienpassprogramm genommen.

„Der Druck, der seitens der CDU, FDP und des Angelverbands auf die Jugendpflege Osnabrück ausgeübt wird, muss aufhören“, wird Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei Peta, in einer Mitteilung zitiert. „Kinder sind zwar gerne in der Natur, aber für sie kann es traumatisierend sein, zuzusehen, wie ein Fisch erschlagen und aufgeschnitten wird. Fische sind sensible Lebewesen und kein Spielzeug.“

Anzeige nach Aktion in 2016

Im vergangenen Jahr hatte Peta Anzeige gegen den Leiter einer Ferienpass-Angel-Aktion im Nettetal erstattet. Das sei eine reine Quälerei gewesen, behauptete die Tierschutzorganisation. Die Anzeige lief jedoch ins Leere. Dennoch strich die Jugendpflege das Angeln wegen ethischer Bedenken aus dem diesjährigen Ferienpassprogramm.

Streit erreicht Landtag

Die CDU und die FDP hatten mit scharfer Kritik auf diese Entscheidung reagiert. Der Anglerverband Niedersachsen zeigte sich nicht minder empört und forderte die Rücknahme der Streichung der Angelaktion aus dem Osnabrücker Ferienpass. Der Streit beschäftigt inzwischen sogar den Landtag.

Peta: Keine Freizeitaktivität

Peta argumentiert hingegen, Angeln als Freizeitaktivität sei weder ethisch noch pädagogisch sinnvoll. Fische seien dem Friedrich-Loeffler-Institut zufolge nachweislich schmerzempfindlich, daher sollten sie nicht zum Spaß getötet werden. Ferner sei das Töten von Tieren nur erlaubt, wenn es dem Nahrungserwerb diene.

Was bisher in dem Fall geschah:

Peta zeigt Osnabrücker Ferienpass-Angel-Aktion an (18.07.2016)

Peta-Anzeige gegen Osnabrücker läuft ins Leere (17.01.2017)

Osnabrück streicht Angel-Kurse aus Ferienpass (17.03.2017)

Heftige-Kritik am Angelverbot beim Ferienpass (20.03.2017

Angelverbot in Osnabrück erreicht den Landtag (22.03.2017)


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