Landtagswahl 2018 Osnabrücker Grüne wählen ihre Direktkandidaten

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Daniela Saalfeld und Volker Bajus sind die Direktkandidaten der Grünen in den Wahlkreisen Osnabrück-Ost und Osnabrück-West für die Landtagswahl 2018. Foto: Robert SchäferDaniela Saalfeld und Volker Bajus sind die Direktkandidaten der Grünen in den Wahlkreisen Osnabrück-Ost und Osnabrück-West für die Landtagswahl 2018. Foto: Robert Schäfer

Osnabrück. Bündnis 90/Die Grünen gehen mit Daniela Saalfeld und Volker Bajus als Direktkandidaten für die beiden Wahlkreise Osnabrück in die Landtagswahl am 14. Januar 2018.

Während der Wahlkreisversammlung in der Lagerhalle stimmte eine große Mehrheit für die beiden, die ohne Gegenkandidaten angetreten waren.

Volker Bajus bewirbt sich als Direktkandidat für den Wahlkreis Osnabrück-West. Der frühere Bildungsreferent des Kinderhilfswerks terre des hommes sitzt bereits seit 2013 im Landtag. Der Vater zweier Kinder lebt mit seiner Familie am Sonnenhügel. Sein Wunsch: Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt in der Gesellschaft: „Hier fordere ich ein klares Bekenntnis.“

Das Thema Umweltschutz ist Volker Bajus ebenfalls wichtig. „98 Prozent der Oberflächengewässer sind in schlechtem Zustand“, sagte er. Nitrat, Pestizide, Antibiotika aus der Landwirtschaft bleiben für ihn Grund genug, Grün zu wählen. Auch bei der anstehenden Endlagersuche für den Atommüll und beim Tierschutz sieht er seine Partei in der Pflicht.

Als Jugendliche zur Politik gekommen

Im Wahlkreis Osnabrück-Ost wird nun Daniela Saalfeld antreten. Die Mutter zweier Kinder ist Studienrätin für Englisch, Deutsch und Darstellendes Spiel am Ratsgymnasium. Zur Politik ist sie bereits in der Jugend gekommen. Die Rettung der Wale und Umweltthemen war damals ihr Einstieg. Grüne Politik geht für sie aber weit darüber hinaus. Ihr geht es auch um Menschen- und Bürgerrechte. „Ich habe an der offenen Grenze zu Holland Europa kennengelernt“, sagte sie während ihrer Vorstellung.

Außerdem will sich Saalfeld für ihr Lieblingsthema Bildung engagieren. Hier fordert sie eine höhere Qualität und bessere Bildungsgerechtigkeit sowie eine funktionierende Umsetzung der Inklusion.

Während der Wahlkreisversammlung wurde auch die Situation auf Partei auf Landesebene besprochen. Im Januar standen die Grünen nach einer von NDR bei infratest dimap in Auftrag gegebenen Umfrage bei 14 Prozent. Als drittstärkste Kraft sind sie auch an der Rot-Grünen Landesregierung beteiligt. Bei den wichtigen Themen Migration und Bildung hat die Partei jedoch keine besonderen Zustimmungswerte.

Klassische grüne Themen sind hingegen offenbar nur noch für wenige Bürger interessant. Trotzdem will die Partei ihre Schwerpunkte im kommenden Wahlkampf auf Umweltschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Migration und offene Gesellschaft sowie Gerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit setzen. Ziel ist es, die Ideen mit konkreten Projekten zu verknüpfen.

Bis zum 2. April findet über die Website der Grünen-Niedersachsen eine Onlinebeteiligung statt. Das Ergebnis wird noch in den Programmentwurf eingehen. Im Juni soll das Programm auf der Landes-Delegierten-Konferenz debattiert und beschlossen werden.


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