Umzug in den Osterferien Containerdorf an der Grundschule Hellern entsteht

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Osnabrück. In Hellern haben jetzt die Aufbauarbeiten für das Containerdorf begonnen, das in den kommenden Monaten die Schüler der maroden Grundschule beherbergen soll. Während den Osterferien zieht die Schule um, Ende April beginnt dann der Unterricht in den provisorischen Räumen.

Der Umzug ist nötig, weil Teile der Grundschule abgerissen und neu gebaut beziehungsweise kernsaniert werden. Bis zum Ende dieser Woche werden daher nach Angaben des städtischen Presseamts 99 sogenannte Raumzellen zu einem Unterrichts- und einem Verwaltungsgebäude zusammengesetzt. Anschließend erfolgt der Innenausbau, um die neuen Klassenräume für die Schüler einigermaßen behaglich zu machen. Während die Kinder in den Osterferien eine zweiwöchige Auszeit vom Schulalltag genießen, gehen die Arbeiten in der Großen Schulstraße weiter: Bis zum Ende der Ferien zieht dann die Grundschule in die neuen Mobilbauten um.

Container für 22 Monate gemietet

Die Stadt hat die Container für einen Zeitraum von 22 Monaten gemietet, „sie werden mit Fertigstellung der Neubau- und Sanierungsarbeiten der Grundschule Hellern wieder zurückgebaut“, sagt eine Verwaltungssprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion. Bedingt durch das schlechte Wetter hatte sich zuletzt der Start der Erdbauarbeiten etwas verzögert. „Der Zeitverzug wurde bei der Montage der Container aufgeholt, sodass die Arbeiten nun im Terminplan liegen“, so die Sprecherin.

Eltern gingen auf die Barrikaden

Mit dem Umzug der Schule in die Container wird ein vorläufiger Schlussstrich unter ein Monate andauerndes Hick-Hack gezogen. Denn weil am alten Schulgebäude sichtlich der Zahn der Zeit nagt, gingen die Eltern im Stadtteil Hellern auf die Barrikaden. Größtes Problem war in vielen Klassenräumen die eindringende Feuchtigkeit und damit einhergehender Schimmelbefall. Auch eine Schimmelsanierung im Sommer 2016 brachte keine Besserung – schon nach wenigen Tagen mussten einzelne Räume wieder gesperrt werden. Besonders den eingeschossigen Teil der Grundschule hat es erwischt.

Neubau und Sanierung

Wenn die Kinder ab Ende April in den Containern unterrichtet werden, ist der Weg frei für den Abriss des alten eingeschossigen Trakts. An seiner Stelle soll ein zweigeschossiger Neubau entstehen. Nach Ansicht der Verwaltung hätte eine nochmalige Sanierung wahrscheinlich keinen langfristigen Erfolg gezeigt. Der zweigeschossige Alt-Trakt bleibt jedoch bestehen und wird kernsaniert. Alles in allem sollen die Arbeiten nach den Herbstferien des Schuljahres 2018/2019 abgeschlossen sein. Zwar ist der Neubau mit sieben Millionen Euro rund drei Millionen Euro teurer als eine Sanierung, langfristig gesehen wird die Grundschule auch und vor allem durch die räumliche Vergrößerung fit gemacht für die Umwandlung in eine Ganztagsschule. Eine Mensa ist jedenfalls Bestandteil des Neubaus.


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