Ansammlung von Legenden Blues-Mann John Mayall im Rosenhof in Osnabrück

Von Thomas Wübker

Mit 83 Jahren steht John Mayall noch auf der Bühne. Am 29. März ist er in Osnabrück. Foto: Christina ArrigoniMit 83 Jahren steht John Mayall noch auf der Bühne. Am 29. März ist er in Osnabrück. Foto: Christina Arrigoni

Osnabrück. John Mayall wurde vor 83 Jahren geboren. Der „Vater des weißen Blues“, wie er und Alexis Korner genannt werden, steht immer noch auf der Bühne. Am Mittwoch, 29. März, kommt er in den Rosenhof in Osnabrück.

Von seinem Vater, einem Jazz-Musiker, erlernte John Mayall das Spiel auf der Gitarre, der Ukulele und dem Banjo. Schon im Alter von 17 Jahren trat er mit einem Blues-Trio in Manchester auf. Seitdem ist er dabei geblieben.

Anfang der Sechszigerjahre traf Mayall in London auf Alexis Korner, der für etliche Musiker eine Art Vaterfigur war. Er nahm unter anderen die Rolling Stones unter seine Fittiche. Korner ermutigte Mayall, in der englischen Hauptstadt als Musiker zu arbeiten. Der nahm sich den Rat zu Herzen und gründete die Band The Bluesbreakers. Dafür engagierte Musiker wie Eric Clapton, Peter Green und John McVie, die später bei Fleetwood Mac spielten, sowie Mick Taylor, der Nachfolger von Brian Jones bei den Rolling Stones.

John Mayall spielte zwar traditionellen Blues. Aber er experimentierte auch viel mit dieser Musik. Eben dadurch beeinflusste er zahlreiche andere Musiker seiner Zeit und auch späterer Generationen. Dies wird unter anderen durch Konzerte deutlich im Jahre 2001 zu seinem 40-jährigen Bühnenjubiläum, bei dem Gary Moore, Chris Rea und Otis Rush mitspielten. Oder 2003 in Liverpool, als Mayall mit den Bluesbreakers anlässlich seines 70. Geburtstag mit Eric Clapton, Mick Taylor und dem Jazz-Musiker Chris Barber auf der Bühne stand.

Angesichts dieser legendären Auftritte und der daran beteiligten Legenden erscheint das Konzert im Rosenhof wie Alltag. Ist es aber nicht. Mit seiner neuen Band, die aus jungen Musikern besteht, hat er das Album „Talk about that“ eingespielt, das frische Anklänge aus Funk und Soul in die Musik Mayalls einfließen lässt. Es ist aber auch viel Blues zu hören, wie er ihn in den Sechzigern gespielt hat. Und ein alter Hase hat sich bei den Aufnahmen auch dazu gesellt: Gitarrist Joe Walsh, der mit den Eagles zur Legende wurde.

John Mayall, Rosenhof, Osnabrück, Mi., 29. 3., 20 Uhr, Eintritt: 38,85 Euro, Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung oder unter www.deinticket.de.