Nachts am Hauptbahnhof Preußen-Münster-Fans randalieren in Osnabrück


Osnabrück. Rund 100 bis 150 Preußen-Münster-Fans nutzten einen Bahnhalt in Osnabrück und randalierten in der Nacht zum Samstag im Osnabrücker Bahnhofsviertel. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Der Spuk dauerte knapp 90 Minuten, dann hatte die Polizei auch die letzten Fans wieder in Richtung Münster auf den Weg gebracht.

Mach Polizeiangaben trafen die Preußen-Fans am Freitagabend gegen 23.45 Uhr am Osnabrücker Hauptbahnhof ein. Sie kamen aus Bremen, wo der derzeit eher mäßig erfolgreiche Drittligist – Münster dümpelt auf Tabellenplatz 16 – Werder Bremen II 1:0 geschlagen hatte.

Unauffällige Hinfahrt

Während der Hinfahrt der nach Polizeiangaben rund 300 mit der Bahn reisenden Preußen-Fans ohne ernsthafte Zwischenfälle verlief und es auch beim Spiel bis auf einen am Spielfeldrand gezündeten „Bengalo“ kaum Ausschreitungen gab, waren die Münsteraner vom Erfolg wohl dermaßen euphorisiert, dass sie sich entschlossen, den Bahn-Aufenthalt beim Erz-Rivalen Osnabrück nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

Pyrotechnik und Pfefferspray

Obwohl die Bundespolizei mit rund 50 Beamten versuchte, die Münsteraner am Verlassen des Bahnhofs zu hindern, gelang es rund 150 Fans, das Bahnhofsgebäude zu verlassen und ihren Aufenthalt damit in die Verlängerung zu zwingen.

Unterwegs in Richtung Innenstadt

Während eine Gruppe auf dem Bahnhofsvorplatz diesen Erfolg feierte; machten sich rund 50 bis 60 Preußen-Fans auf den Weg in Richtung Innenstadt. Diese wurden von einem Aufgebot der Osnabrücker Polizei schließlich im Bereich der Sparkassenfiliale Wittekindstrasse gestellt. Während die Preußen-Fans auf Pyrotechnik setzten, griff die Polizei in Folge auf Pfefferspray zurück. Nach der Identitätsfeststellung wurden auch die letzen Münsteraner gegen 1.19 Uhr in einen Zug in Richtung Münster gesetzt.

Rivalisierende Fangruppen

Ob es eine „Verabredung“ mit rivalisierenden Osnabrücker Fangruppen gab, ist unklar. Zu einem Aufeinandertreffen kam es nicht.


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