30-Jähriger vor Amtsgericht Osnabrück Auf Heimweg von Beachparty an Bramstraße sexuell genötigt?

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ein 30-jähriger Osnabrücker muss sich seit Montag vor dem Amtsgericht verantworten, weil er im Juli 2015 eine heute 24-jährige Frau sexuell genötigt haben soll, die auf dem Heimweg von einer Beachparty im Hyde Park war. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Foto: David EbenerEin 30-jähriger Osnabrücker muss sich seit Montag vor dem Amtsgericht verantworten, weil er im Juli 2015 eine heute 24-jährige Frau sexuell genötigt haben soll, die auf dem Heimweg von einer Beachparty im Hyde Park war. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Foto: David Ebener

Osnabrück. Ein 30-jähriger Osnabrücker muss sich seit Montag vor dem Amtsgericht verantworten, weil er im Juli 2015 eine heute 24-jährige Frau sexuell genötigt haben soll, die auf dem Heimweg von einer Beachparty im Hyde Park war. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.

Ein Urteil wurde am Montag nicht gefällt. Das Verfahren wird fortgesetzt, da ein Gutachten zu DNA-Spuren aus Sicht des Gerichts noch einige Fragen offenlässt. Zwar war der Angeklagte über DNA-Spuren ermittelt worden. Unklarheit gibt es aber über die Aussagekraft, die diese Spuren haben. Zum nächsten Termin ist nun die Gutachterin geladen.

Der Angeklagte teilte über seinen Anwalt mit, dass er an dem fraglichen Abend betrunken gewesen sei und Gedächtnislücken habe. Er habe sich aber nicht in der Nähe des Tatorts aufgehalten und bestritt, mit der Tat zu tun zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die Frau am frühen Morgen auf Höhe der Bramstraße zunächst gewürgt und dann zu Boden gedrückt zu haben. Er soll versucht haben, mit den Fingern in die Frau einzudringen. Als diese sich wehrte, soll er ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Zudem habe er ihr die Zunge in den Mund gesteckt. Er habe die Frau aufgefordert, sie oral zu befriedigen.

Um Hilfe gerufen

Die Frau sagte vor Gericht aus, dass sie zum Schein darauf eingegangen sei, um Schlimmeres zu verhindern. Sie habe aber gesagt, sie würde das nur an einem Ort tun, der so belebt sei, dass sie zur Not Hilfe holen könne, wenn es ihr nicht gefalle.

Der Mann ging auf das Angebot ein. Gemeinsam mit der Frau ging er in Richtung des Kaffeehauses Osterhaus, wo zu dem Zeitpunkt eine Feier stattfand. Dort lief die Frau zu Partygästen und rief um Hilfe. Der Täter setzte sich auf sein Rad und flüchtete.

Mit dem Rad angehalten

Die Frau ist sich sicher, dass es sich bei dem Täter um den Angeklagten handelt. Der Mann habe mit dem Rad neben ihr angehalten, als sie zu Fuß von der Beachparty nach Hause ging. Die Frau sagte aus, der Mann habe gesagt, er wolle sie begleiten, damit ihr nichts passiere.

Sie habe zwar abgelehnt, er habe sich aber nicht abwimmeln lassen. Er sei dann ein ganzes Stück neben ihr hergegangen. Dabei hätten sie sich zunächst normal unterhalten.

In der Nähe des Seniorenheims „Residenz“ habe er sie dann unvermittelt gewürgt und zu Boden gebracht.

Posttraumatische Belastungsstörung

Die Frau sagte, dass sie seit dem Vorfall unter anderem Konzentrationsschwächen habe und es ihr schwer falle, Männern zu vertrauen. Eine Ärztin hatte bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN