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Pressekonferenz am Nachmittag Neue Details zum Tod von „Tips“: Bär griff offenbar Zoomitarbeiter an

Von Andrea Pärschke, Stephanie Kriege und Svenja Kracht


skr/apa/stek Osnabrück. Einen Tag nach dem Tod der Hybridbärin Tips gibt es neue Erkenntnisse aus dem Osnabrücker Zoo: Offenbar hatte das Tier nach seinem Ausbruch einen Zoomitarbeiter angegriffen und musste deshalb erschossen werden.

Nach Angaben des Zoos entwischte das Raubtier am Samstagnachmittag gegen 14.15 Uhr durch ein kleines Gitter, das sich offenbar verbogen hatte, und bahnte sich zunächst seinen Weg von der Bärenanlage zum Löwenrondell. Dort traf Tips auf eine

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Ausgebrochene Zootiere in Deutschland

Auch bei Zootieren ist der Freiheitsdrang mitunter größer, als es als die Sicherheitsvorkehrungen sind. In vielen Fällen enden die Ausbrüche glimpflich - aber leider nicht immer. Einige Beispiele:

  • Januar 2017: Fünf Tage lang entkommt LUCHS „Findus“ seinen Verfolgern aus dem Gelsenkirchener Zoo, bis er schließlich betäubt werden kann. Seine Flucht war möglich geworden, weil ein Wassergraben zwischen seinem Gehege und den Besuchern zugefroren war.
  • September 2016: SCHNEELEOPARD „Irbis“ entkommt im Wuppertaler Zoo aus seinem Gehege. Die rund 1000 Besucher werden in die Tierhäuser gebeten und die Eingänge gesperrt. Nach rund 30 Minuten findet eine Tierärztin den Schneeleoparden auf dem Zoogelände und betäubt ihn.
  • Juli 2016: Das LÖWENPÄRCHEN „Gretchen“ und „Massai“ entdeckt eine offene Tür in seinem Gehege im Wildpark Johannismühle in Brandenburg. Zu zweit erkunden die Tiere den umzäunten Außenbereich. Der Park wird sofort geräumt. Nach zwei Stunden beendet eine Tierärztin mit einem Betäubungsgewehr den Ausflug.
  • Mai 2016: Statt im Tierpark Wittenberg ins Gehege einer Artgenossin zu tapsen, entwischt NASENBÄR „Manni“. Am Zaun bekommt er einen Stromschlag, flieht aber trotzdem quer durch die Stadt. Die Odyssee durch Wittenberg endet schließlich im Innenhof des Amtsgerichts. Ein Tierarzt kann das Tier dort betäuben.
  • August 2015: Für ORANG-UTAN „Nieas“ endet die Flucht aus dem Duisburger Zoo tödlich. Der Affe war aus seinem Stall entwischt und gerade dabei, über den Außenzaun zu klettern, als sein Ausbruch entdeckt wird. Dem Zoo zufolge war es da schon zu spät, um ihn noch zu betäuben - er muss erschossen werden.
  • März 2014: STACHELSCHWEIN „Hartmut“ entkommt wegen eines offenen Gatters mit seiner Rotte aus dem Gehege. Seine Gefährten lassen sich einfangen, doch das Tier sucht das Weite. Es wird an einer nahe gelegenen Bahnstrecke von einem Zug überfahren.
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