20-Prozent-Quote Jugendparlament öffnet sich für Teilnehmer außerhalb Osnabrücks

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Mitglieder des Jugendparlaments müssen künftig nicht mehr zwangsläufig in Osnabrück leben. Archivfoto: David EbenerMitglieder des Jugendparlaments müssen künftig nicht mehr zwangsläufig in Osnabrück leben. Archivfoto: David Ebener

Osnabrück. Wer in Osnabrück zur Schule geht, dort aber nicht wohnt, darf künftig trotzdem an der Wahl des Osnabrücker Jugendparlaments teilnehmen. Das hatten die Jugendlichen beantragt, und der Jugendhilfeausschuss hat nun zugestimmt, dass die Wahlordnung entsprechend geändert wird.

Alle zwei Jahre wird das Osnabrücker Jugendparlament gewählt, das nächste Mal in diesem Herbst. Auch wenn sie gar nicht in Osnabrück leben, dürfen Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren dann erstmals wählen und kandidieren. Bedingung ist, dass sie in der Stadt zur Schule gehen, eine Ausbildung machen, dort arbeiten oder einen Freiwilligendienst leisten. Die Öffnung bezieht sich nicht nur auf den Landkreis Osnabrück, sondern auch auf das angrenzende Westfalen. Die Zahl der jungen Abgeordneten von außerhalb wird auf 20 Prozent begrenzt – das wären aktuell fünf von 25 Sitzen.

Lebensmittelpunkt Osnabrück

Bislang war ein Mitwirken nur Jugendlichen erlaubt, die auch tatsächlich in der Stadt gemeldet sind. Doch wer seinen Lebensmittelpunkt durch Schule und Ausbildung in Osnabrück hat, sollte sich dort auch politisch engagieren dürfen, fanden die Jugendlichen. Anlass für ihre Forderung nach einer Öffnung für Schüler von außerhalb war, dass ein Mitglied mit den Eltern gezwungenermaßen in den Landkreis ziehen musste, aber deshalb ungern aus dem Jugendparlament ausscheiden wollte.

Ausnahmeregelung

Das ist nun nicht mehr erforderlich. Zusammen mit der Öffnung bei der nächsten Wahl beschloss der Jugendhilfeausschuss einstimmig, dass Mitglied bleiben kann, auch wenn er oder sie während der Wahlperiode wegzieht, ohne dass das auf die 20-Prozent-Quote angerechnet wird.

Auch in den Umlandkommunen gibt es Modelle zur Beteiligung Jugendlicher an der Politik, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. So war beispielsweise in Wallenhorst der Versuch, ein Jugendparlament zu etablieren, nach zwei Jahren gescheitert : Es fanden sich 2015 schlichtweg nicht genügend Bewerber.


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