Verein sucht weiterhin Helfer Osnabrücker Exil-Verein bekommt 18000 Euro für Freiwilligenarbeit

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18000 Euro zur Unterstützung von Freiwilligen in der Flüchtlingsarbeit erhielt der Exil-Verein. Den Scheck übergab Seda Rass-Turgut (l., Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung) an Tatjana Giese (Mitte, Exil). Foto: Elvira Parton18000 Euro zur Unterstützung von Freiwilligen in der Flüchtlingsarbeit erhielt der Exil-Verein. Den Scheck übergab Seda Rass-Turgut (l., Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung) an Tatjana Giese (Mitte, Exil). Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Der Osnabrücker Verein Exil – Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge hat von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung 18000 Euro zur Unterstützung der Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingsarbeit erhalten.

Seda Rass-Turgut, Mitglied des Vorstands der Stiftung der Landesregierung, übergab dem Verein am Freitag den Scheck für das Projekt Ehrenamtskoordination. Er dient der Finanzierung der Stelle von Tatjana Giese, die die Ehrenamtsarbeit des Vereins koordiniert. Rund 320 Freiwillige engagieren sich bei Exil in 14 Projektgruppen, sagte Giese. „Und die sollen sich bei uns gut betreut fühlen.“

Mithilfe der Finanzierung sollen die Ehrenamtlichen in diesem Jahr vermehrt Workshops geboten bekommen, in denen sie unter anderem rechtliche Grundlagen lernen, die für die Flüchtlingsarbeit relevant sind. Zudem will der Verein das Ehrenamt weiter fördern und neue Helfer für seine Projekte gewinnen.

Vielfältige Ehrenamtsarbeit

Die Ehrenamtlichen von Exil helfen geflüchteten Menschen in verschiedenen Projekten, etwa beim Erlernen der Sprache. Sie bieten Freizeit-, Kultur und Begegnungsangebote, helfen bei der Wohnungssuche, dolmetschen und begleiten zu Behörden, Ärzten und anderen Einrichtungen. „Die Liste der Ideen ist lang“, sagt Giese. „Und wir bekommen vermehrt Angebote von Flüchtlingen selbst“, die etwas zurückgeben möchten. Sie würden etwa als Dolmetscher aushelfen und brächten selbst neue Ideen ein, sagte die Ehrenamtskoordinatorin.

Die Stiftung fördert Exil nun im zweiten Jahr, weil sie von der guten Arbeit des Vereins überzeugt sei, sagte Rass-Turgut. Im vergangenen Jahr hatte Exil 20000 Euro erhalten.

Weitere Freiwillige gesucht

Exil wies darauf hin, dass die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung weiterhin groß ist, der Verein aber Bedarf an weiteren Helfern hat. „Bei uns kann jeder mitmachen, auch wenn das Zeitfenster klein ist“, versicherte Giese. So treffen sich die Gruppen zumeist am Abend, Aktionen finden oftmals am Wochenende statt. Helfer, die nicht regelmäßig Zeit finden, könnten unregelmäßig bei Behördengängen und Arztbesuchen helfen, sagte sie.

Interessierte können sich per E-Mail an Giese wenden (tatjana.giese@exilverein.de). Zudem bietet sie Interessierten donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr eine Sprechstunde im Exil-Büro in der Lagerhalle an.


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