Der Zauberwürfel kommt Zwei Bäume am Osnabrücker Neumarkt gefällt

Von Wilfried Hinrichs und Sebastian Stricker


hin/sst Osnabrück. Die Stadt Osnabrück hat in der Nacht zu Donnerstag zwei Bäume auf dem Neumarkt fällen lassen, die der Neugestaltung im Weg standen. Sie werden später ersetzt.

Weder eine Online-Petition noch der stille Protest des Vereins Osnabrücker Baumschutz in Form eines Trauerkranzes konnten die Pläne der Stadt stoppen. Der Neumarkt soll in den kommenden Jahren ein neues Gesicht bekommen – mit Streifenbeton, Wasserspielen und mehr Bäumen als heute . An der Ecke Große Straße/Neumarkt, auf dem sogenannten Baulos 2, ist ein neues Eckgebäude geplant. Der Ahorn und eine Platane standen diesen Plänen im Weg.

Weil das Gesetz Rodungen nur bis Ende Februar eines Jahres zulässt, rückten die Baumfäller des OSB schon jetzt an. Der Nachttermin wurde nach Angaben von Stadtsprecher Sven Jürgensen gewählt, um Behinderungen für Fußgänger und Busverkehr zu minimieren.

Hier entsteht der Zauberwürfel

Mit dem Bau des Eckhauses wird voraussichtlich im Spätsommer begonnen. Investor Theodor Bergmann, der das Baulos 2 zusammen mit einer Partnergesellschaft aus Hamburg realisieren will, hat im November 2016 den Bauantrag bei der Stadt eingereicht . Er stehe „im engen Dialog mit der Stadt“, sagte Bergmann unserer Redaktion. Einige Details etwa zum Brandschutz müssten noch geklärt werden, größere Hindernisse sehe er aber nicht. „Ich gehe davon aus, dass wir März/April die Baugenehmigung haben und August/September mit dem Bau anfangen“, so Bergmann. 2018 soll der architektonisch anspruchsvolle Zauberwürfel direkt an der Fußgängerfurt zum geplanten Einkaufszentrum fertig sein.

Bergmann versprich hohen Neuigkeitseffekt

Wer einziehen wird, will Bergmann noch nicht verraten. In Betracht komme eine „Fünf-Mieter-Lösung“. Die Vertragsverhandlungen hätten bereits ein konkretes Stadium erreicht. Zwei der fünf etwaigen Mieter würde für Osnabrück „einen sehr großen Neuigkeitseffekt“ bedeuten, sagte Bergmann.

Auch auf der anderen Seite des Neumarktes will Bergmann investieren. Der Architektenwettbewerb für das Sportarena-Haus (Neumarkt/Öwer de Hase) sei angeschoben. Ergebnisse werde es vermutlich noch in der ersten Jahreshälfte geben.

Nicht endgültig geklärt ist, wann mit der Neugestaltung des Neumarktes begonnen wird. Die Bauverwaltung hat einen Fahrplan vorgelegt, der allerdings von mehreren Unwägbarkeiten abhängig ist. Ein Punkt: In der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 14. März, entscheidet der Rat, ob der Neumarkt zur Fußgängerzone erklärt werden soll.

Mehr Bäume auf dem neuen Neumarkt

Der Neumarkt-Umbau muss europaweit ausgeschrieben werden. Die Fertigstellung ist nach Einschätzung der Verwaltung frühestens im Frühjahr 2019 möglich.

Dann wird es, sollten die Pläne umgesetzt werden, mehr Bäume auf dem Neumarkt geben als heute. Im Bereich des Bussteigs A am Grünen Brink soll ein Karree aus mindestens zwölf Bäumen entstehen. Hinzu kommen laut Plan sechs neue Bäume auf dem Neumarkt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN