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17.02.2017, 18:54 Uhr OSNABRÜCKER GRABPFLEGE-STREIT

Wer anderen eine Grube gräbt...

Kommentar von Sebastian Stricker

Zahlreiche Menschen haben einer Osnabrücker Witwe, die von der Friedhofsverwaltung angemahnt wurde, Hilfe bei der Grabpflege angeboten. Foto: David EbenerZahlreiche Menschen haben einer Osnabrücker Witwe, die von der Friedhofsverwaltung angemahnt wurde, Hilfe bei der Grabpflege angeboten. Foto: David Ebener

Osnabrück. Der Grabpflege-Streit zwischen einer 97-jährigen Osnabrückerin und der städtischen Friedhofsverwaltung hat, kaum dass er öffentlich wurde, schon jetzt viel bewegt. Doch er könnte noch zu weiteren, größeren Umwälzungen führen.

Zahlreiche Menschen haben der Witwe Hilfe angeboten. Einer greisen, höchst pflegebedürftigen Frau, die weder körperlich noch finanziell in der Lage scheint, sich selbst zu kümmern. Die Lösung des Problems ist also im vorliegenden Fall zum Greifen nahe. Und darüber hinaus? Nur bei grundsätzlicher Bereitschaft der Leute, ein verwahrlostes Grab wieder auf Vordermann zu bringen, könnte etwas entstehen, das weitreichend und dauerhaft Abhilfe verspricht. Gut, dass vonseiten der Ämter nun Möglichkeiten geschaffen werden, ehrenamtliches Engagement in diesem Punkt zu kanalisieren.

Möglicherweise müssen aber auch an anderer Stelle Konsequenzen gezogen werden: Denn folgen die Verantwortlichen der Rechtsauffassung des Experten-Vereins Aeternitas, hat sich die Friedhofsverwaltung mit einer fehlerhaften Satzung beim Thema Nutzungsrechte ihr eigenes Grab geschaufelt.


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